Hungersnot in Afrika

Mehr als 20 Millionen Menschen in Afrika drohen aktuell zu verhungern. Wegsehen ist keine Option. Wir müssen jetzt dringend helfen!

 

Was der Hunger in Afrika derzeit auslöst

Tote Kamele und Ziegen liegen zwischen vertrockneten Sträuchern im Sand. Männer, Frauen und Kinder sind auf Haut und Knochen abgemagert. Nach Monaten – mitunter Jahren – ohne Regen fehlen Trinkwasser und Nahrung.

Mehr als 20 Millionen Menschen drohen zu verhungern – das sind mehr als doppelt so viele wie Österreich EinwohnerInnen hat. Betroffen sind die Länder Äthiopien, der Südsudan, Somalia, Uganda, und ganz besonders Kenia. Anhaltende Dürre und bewaffnete Konflikte haben die Menschen ihrer Lebensgrundlagen beraubt.

Hungersnot in Kenia

Im Norden Kenias hat es seit eineinhalb Jahren nicht ordentlich geregnet. Die Dürre verursacht eine extreme Hungersnot. Die Tiere sterben nach und nach aufgrund des Klimas. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch die Menschen am Hunger sterben.

So können Sie hungernden Menschen in Afrika helfen

In einer Welt, die mehr als genügend Nahrung für alle produziert, sollte niemand mehr hungern. Bitte helfen Sie uns:

  • Mit 25 Euro versorgen Sie eine sechsköpfige Familie in Kenia eine Woche lang mit einem Nahrungsmittelpaket (bestehend aus Bohnen, Milch, Maismehl und Speiseöl) und retten so Leben.
  • Mit 60 Euro schenken Sie einer vor dem Bürgerkrieg im Südsudan geflüchteten Familie ein Nahrungsmittelpaket, mit dem sie einen Monat lang überleben kann.
  • Mit 100 Euro ermöglichen Sie einen Monat lang die Milchversorgung von rund 330 Kindern in drei Ernährungszentren in Burkina Faso.

So helfen wir hungernden Menschen in Afrika

Die Caritas hilft im Kampf gegen den Hunger auf zwei verschiedenen Ebenen:

  1. Nothilfe: Wir retten Menschen während einer Hungerkrise vor dem akuten Hungertod.
  2. Langfristige Hilfe: Wir helfen dabei, dass sich die Betroffenen auch nach der Krise selbst versorgen können.

1. Nothilfe in der Hungerkrise

Eine Caritas-Helferin verteilt Lebensmittel.

Caritas-Helferin Miriam Ebner bei einer Verteilung von Lebensmitteln im Norden Kenias, in Marsabit.

In der Akutphase einer Hungerkatastrophe gilt es, die Menschen so rasch wie möglich mit Trinkwasser sowie Essen zu versorgen. Vor allem unterernährte Kinder und alte Menschen bekommen Zusatznahrung, damit ihre geschwächten Körper besser gegen Krankheiten gewappnet sind. Caritas HelferInnen verteilen Lebensmittel, sauberes Wasser, Medikamente und Hygieneartikel. In Ernährungszentren werden schwer unterernährte Kleinkinder versorgt. Um in der aktuellen Katastrophensituation helfen zu können, hat die Caritas Österreich jetzt zusätzliche Mittel für den Südsudan, Äthiopien und Kenia zur Verfügung gestellt.

2. Langfristige Hilfe für eine Zukunft ohne Hunger

Eine Frau auf einem Feld in Afrika

Ein wichtiger Bestandteil im Kampf gegen den Hunger: Bäuerinnen und Bauern werden beim Anbau unterstützt.

Die Caritas leistet nicht nur Nothilfe in Krisenzeiten: Wenn die Katastrophe überstanden ist, werden die Betroffenen dabei unterstützt, dass sie wieder für sich selbst sorgen können. Kleinbäuerinnen und -bauern erhalten Saatgut, Nutztiere und werden entsprechend geschult.

Gleichzeitig hilft die Caritas dabei, die Ursachen des Hungers zu beseitigen: Die BäuerInnen werden gefördert, damit sie den lokalen Anbau stärken. Schulspeisungen ermöglichen den Kindern die Teilnahme am Unterricht. Derzeit betreut die Caritas rund 50 Projekte für eine Zukunft ohne Hunger

Pate werden und Menschen vor dem Hungertod retten

In den nächsten Monaten sind Millionen von Menschen gefährdet, einen grausamen Hungertod zu sterben. Mit Ihrem monatlichen Beitrag von 10 Euro versorgen Sie einen Menschen mit Lebensmitteln und helfen ihm zu überleben:

Warum ist die Hungerhilfe gerade jetzt nötig?

Weiterhin ist keine Besserung der Lage rund um den Hunger in Ostafrika abzusehen. Der Frühling hat viel zu wenig Niederschläge gebracht und auch die Konflikte in der Region nehmen kein Ende. Vielen Menschen droht der Hungertot – die im Südsudan ausgerufene Hungersnot ist weiterhin aufrecht. Durch die Dürren der letzten Jahre konnte sich die landwirtschaftliche Produktion nie zur Gänze erholen und Konflikte, wie jener im Südsudan, hindern die Menschen daran, ihre Flächen zu bewirtschaften. 

  • Abgemagerte ältere Frau vor ihrem Zelt

    Besonders vom Hunger betroffen sind ältere Menschen ... © Jork Weismann

  • Kinder vor einem Zelt

    ... und Kinder. Wie hier in der Region Marsabit in Kenia. © Jork Weismann

  • Totes Kamel in der Wüste

    "Wenn die Kamele sterben, sterben auch die Menschen", erzählt Caritas-Helferin Miriam Ebner. © Jork Weismann

  • Caritas-Helferin übergibt Essenspaket an afrikanische Familie.

    Jetzt Lebensmittelpaket spenden! © Jork Weismann

  • Abgemagerte ältere Frau vor ihrem Zelt
  • Kinder vor einem Zelt
  • Totes Kamel in der Wüste
  • Caritas-Helferin übergibt Essenspaket an afrikanische Familie.

Langfristige Auswirkungen der Hungersnot

Es ist zu erwarten, dass die derzeitige Hunger-Situation langfristige, negative Auswirkungen auf den landwirtschaftlichen Sektor und somit auf die Entwicklung der gesamten Region haben wird. Am stärksten betroffen sind die Schwächsten der Gesellschaft. Gerade Kinder und ältere Menschen leiden unter den katastrophalen Bedingungen. Wird nicht schnell gehandelt, werden viele Kinder sterben oder zumindest mit, durch die Unterernährung ausgelösten, Folgeschäden zu kämpfen haben.

Alle 10 Sekunden stirbt ein Kind an Hunger

Es ist eine traurige Statistik, die uns entgegenschlägt: Alle 10 Sekunden stirbt weltweit ein Kind an Hunger und Unterernährung. In der Sahelzone sterben jedes Jahr 200.000 bis 300.000 Kinder unter fünf Jahren an den Folgen von Mangel- und Unterernährung.

Unsere Hilfe in den von Hunger betroffenen Ländern im Detail

Südsudan: Überlebenshilfe für Kleinkinder und Flüchtlingsfamilien

Im jüngsten Staat der Welt kämpfen die Menschen seit mittlerweile drei Jahren ums Überleben: Zehntausende Menschen wurden bisher im Bürgerkrieg getötet, zwei Millionen sind geflohen. Knapp fünf Millionen Menschen haben im gesamten Land mit Ernährungsunsicherheit zu kämpfen, es wird befürchtet, dass diese Zahl weiter ansteigt. Im Ernährungszentrum in Juba zum Beispiel erhalten 600 Kleinkinder nahrhafte Mahlzeiten aus Linsen, Reis, Bohnen und Gemüse, um der Mangelernährung entgegenzuwirken. Um den Hunger langfristig zu besiegen verteilen wir Saatgut und bieten landwirtschaftliche Kurse für Kleinbauern.

Mehr zur Hunger-Nothilfe im Südsudan

Kampf gegen den Hunger in Äthiopien

Warum hungern die Menschen in Äthiopien? Was kann man gegen eine Hungersnot tun? Unser Auslandshilfechef Christoph Schweifer hat sich eines unserer Hilfsprojekte im Südosten Äthiopiens angesehen und erklärt, wie wir helfen und wie Sie helfen können.

Äthiopien: Nahrungsmittelhilfe für Mütter und Kinder

Äthiopien hat im Sommer 2016 die schlimmste Dürre seit 30 Jahren erlebt. Zwei Jahre hat es sehr wenig oder fast gar nicht geregnet. Knapp sechs Millionen Menschen benötigen Nahrungsmittelunterstützung, im Süden des Landes haben neun Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Caritas-HelferInnen verteilen vor Ort Nahrungsmittel, um in der prekären Situation zu helfen. Insgesamt werden in den Nothilfeprogrammen in Äthiopien 45.000 Menschen mit Nahrungsmitteln, Saatgut und Kleinvieh unterstützt.

Die Caritas Österreich unterstützt mit insgesamt 150.000 Euro den Zugang zu Nahrungsmittel sowie Feeding centers für Nutzvieh für fast 3.000 Menschen und deren Tiere.

Mehr zur Hunger-Nothilfe in Äthiopien

Kenia: Starke Dürre in der Region Marsabit

Aufgrund der extrem schwachen Niederschläge während der letzten zwei Regenzeiten kommt es im Norden Kenias zu einer starken Dürre, die bereits Todesopfer gefordert und unzähligen Tieren das Leben gekostet hat. Vor allem Ältere und Kinder sind vom Hunger betroffen. In den Regionen Marsabit, Mandera und Trukana ist jedes dritte Kind unterernährt.

Die Caritas Österreich hat als erste Maßnahme 100.000 € für Nahrungsmittel für die am meisten Betroffenen zur Verfügung gestellt. Damit werden mindestens 26.000 Menschen mit Nahrungsmittelpaketen erreicht.

Mehr zur Hunger-Nothilfe in Kenia

Somalia: Hungersnot zeichnet sich ab

Somalia steht kurz vor einer Hungersnot. 6,2 Millionen Menschen, mehr als die Hälfte der Bevölkerung, sind auf Humanitäre Hilfe angewiesen. 3 Millionen benötigen dringend Nahrungsmittel, 10.000 Kinder sind aktuell vom Hungertod bedroht. Schon im Jahre 2011 verhungerten über 250.000 Menschen.

Das Land befindet sich in einer extrem schwierigen Situation, da es sich bereits jahrzehntelang in einem Bürgerkrieg befindet. Die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab kontrolliert Gebiete im Süden und im Zentrum des Landes. Dies erschwert die Versorgung der notleidenden Menschen.

Die Unterernährung bei Kindern ist global gesehen zwar zurückgegangen, doch in Westafrika steigt sie drastisch an

Über 19 Millionen Kinder sind in der Sahel-Zone zu klein für ihr Alter, das sind rund 4 Millionen mehr als zur Millenniumswende. In Burkina Faso ist jedes 10. Kind akut unterernährt und hat ein viel zu geringes Gewicht. Das Land und die Region sind von immer wiederkehrenden Dürrekrisen geplagt. Hauptgründe für die akute Unterernährung so vieler Kinder sind nicht ausreichende Ernährung, fehlendes sauberes Trinkwasser, eine selbst mangelernährte Mutter und fehlende Gesundheitsversorgung.