Erdbeben und Tsunami in Indonesien

Die beiden vom Erdbeben 2018 schwerst betroffenen Dörfer Amal und Saloya im Distrikt Donggala liegen weit ab von der Hauptstraße, das öffentliche Kommunikationsnetz ist hier nur schlecht ausgebaut und die in die Dörfer führende Straße wurde durch das Erdbeben stark beschädigt. Nur wenige Hilfsorganisationen konnten in dieses Gebiet vordringen, doch die hauptsächlich von der Landwirtschaft lebenden Menschen, die auch vor der Katastrophe ein sehr bescheidenes Leben führten, sind dringend auf Hilfe angewiesen. 

Unterstützung von Kleinbauernfamilien beim Wiederaufbau

Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation IDEP, mit der bereits seit der Nothilfephase eine enge Zusammenarbeit besteht, unterstützt die Caritas hier Kleinbauernfamilien beim Wiederaufbau ihrer wirtschaftlichen Grundlage und bei der Katastrophenvorsorge.

202 besonders vulnerable Familien erhalten von einem Expertenteam Schulungen und technische Unterstützung beim Anlegen und bei der Pflege von Permakultur-Hausgärten direkt vor ihren Häusern.

Schulungen für Frauen im Mittelpunkt

Das Angebot richtet sich besonders an Frauen, denn das Potential und die Rolle der Frau, zum Familieneinkommen beizutragen, wird in den traditionellen Dörfern oftmals unterschätzt. Zwar sollen die Hausgärten in erster Linie als nachhaltige Quelle für gesunde biologische Lebensmittel zur Selbstversorgung der Familien dienen, der Überschuss kann jedoch gewinnbringend vermarktet werden.

Zu diesem Zweck erlernen die Frauen in Kurse beispielsweise, wie man Kokosnussöl, Kokoschips, Spinatchips, Kurkuma-Pulver oder Zitronengras-Tee erzeugt und weiterverkauft. Somit vergrößern die Frauen nicht nur ihr Wissen zum Thema gesunde Ernährung, sondern erweitern auch ihre ökonomischen Möglichkeiten und stärken ihre Rolle in der Familie. Auch in den sieben Schulen der Umgebung werden Gärten angelegt, Kinder werden an die Permakultur-Anbauweise herangeführt und können die Früchte ihrer Arbeit selbst ernten.

Weitreichende Katastrophenschutzmaßnahmen

Ein weiterer zentraler Bestandteil des Projektes sind Katastrophenschutz-Maßnahmen: mehrmalige Simulationstrainings werden in jeder Schule durchgeführt, in Zusammenarbeit mit den örtlichen Gemeinden werden Katastrophenpläne erstellt und in der Öffentlichkeit verbreitet, Warnschilder werden montiert und in jedem Dorf wird ein Freiwilligen-Korps für den Ernstfall ins Leben gerufen und dementsprechend trainiert.

Insgesamt profitieren mehr als 2.500 Menschen von den Maßnahmen, die dazu beitragen, die Widerstandsfähigkeit der Dorfbewohner gegen künftige Extremereignisse zu minimieren.

Ihre Spende für den Katastrophenfonds ermöglicht uns rasche und unbürokratische Hilfe!

Hilfe im Caritas Netzwerk

Die Tsunami-Katastrophe von 2004 traf Indonesien ziemlich unvorbereitet. Seit damals haben sowohl Verwaltung wie auch Hilfsorganisationen einiges dazugelernt: Es wurde eine eigene Katastrophenschutzbehörde eingerichtet, und auch die Caritas Indonesien hat in den vergangenen 15 Jahren systematisch ihre Kompetenzen und Kapazitäten in der Katastrophenhilfe ausgebaut. Schweifer: "Als Caritas Österreich sind wir langjähriger Kooperationspartner der Caritas Indonesien und arbeiten auch jetzt eng mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort. Gemeinsam können wir rasche und effiziente Hilfe leisten - bitte unterstützen Sie uns dabei!"

  • © Caritas Internationalis

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  • © CRS Fatwa Fadillah

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