Erdbeben und Tsunami in Indonesien

Fast zwei Monate sind nun seit den verheerenden Erdbeben und dem darauffolgenden Tsunami vom 28. September 2018 vergangen. Offiziell sind dabei über 2.100 Menschen ums Leben gekommen, 200.000 Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, darunter 46.000 Kinder und 14.000 alte Menschen. Die Caritas Österreich hilft vor Ort und bittet um Spenden!

Viele Überlebende haben alles verloren. „Unser Quartier ist nun Sperrzone, es wird nie mehr bewohnbar sein“, erzählt die 40-jährige Ida aus der Umgebung von Palu. „Nun starten wir von Null.“ Die meisten der Menschen, die ihr Obdach verloren haben, leben in einem von etwa 900 inoffiziellen Flüchtlingscamps in Zelten.

Die Monsunzeit, von Oktober bis April, hat begonnen. Dies erschwert einerseits die Logistik der Hilfslieferungen, und andererseits erhöht sich dadurch die Gefahr der Verbreitung von Krankheiten und Seuchen.

So hilft die Caritas

Die Caritas konnte unmittelbar nach der Katastrophe Nothilfe leisten - Hilfsgüter verteilen und den Verletzten medizinische Hilfe zukommen lassen. Die Caritas Österreich hat bisher insgesamt 170.000 Euro zur Verfügung gestellt und dadurch 4.400 Menschen mit dem Nötigsten versorgen können.

Konkret haben wir mit den Partnerorganisationen Indonesia Bhadra Utama (IBU) Foundation, IDEP und der Caritas Indonesien (KARINA) Hilfsgüter wie Nahrungsmittel, Wassertanks mit integrierten Filtern, Hygieneartikel, Planen und Decken verteilt. Des Weiteren stellen wir sichere Räume für Kinder zur Verfügung um sich von den Schrecken erholen zu können und die Familien zu entlasten. Zum Schutz vor Krankheiten führen wir Hygienetrainings durch.

Ihre Spende für den Katastrophenfonds ermöglicht uns rasche und unbürokratische Hilfe!

Hilfe im Caritas Netzwerk

Die Tsunami-Katastrophe von 2004 traf Indonesien ziemlich unvorbereitet. Seit damals haben sowohl Verwaltung wie auch Hilfsorganisationen einiges dazugelernt: Es wurde eine eigene Katastrophenschutzbehörde eingerichtet, und auch die Caritas Indonesien hat in den vergangenen 14 Jahren systematisch ihre Kompetenzen und Kapazitäten in der Katastrophenhilfe ausgebaut. Schweifer: "Als Caritas Österreich sind wir langjähriger Kooperationspartner der Caritas Indonesien und arbeiten auch jetzt eng mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort. Gemeinsam können wir rasche und effiziente Hilfe leisten - bitte unterstützen Sie uns dabei!"

  • © Caritas Internationalis

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  • © CRS Fatwa Fadillah

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Häufige Fragen zur Hilfe der Caritas in Indonesien

 

Wie kann ich für die Caritas spenden?

Spendenkonto – Kennwort: Tsunami Indonesien
Erste Bank
BIC: GIBAATWWXXX
IBAN: AT23 2011 1000 0123 4560

Onlinespendenmöglichkeit auf dieser Seite unter www.caritas.at/indonesien

Was macht die Caritas vor Ort?

Die Caritas Österreich hat zwei KollegInnen nach Sulawesi entsandt. Vor Ort wird mit der lokalen Caritas Karina sowie mit CRS (US Amerikanische Caritas) eine Bestandsaufnahme gemacht und geklärt, wo und wie die Nothilfe durchgeführt werden kann. Wie wir bei früheren Katastrophen gesehen haben, ist es extrem wichtig, mit den lokalen Partnern, mit den Behörden, mit den anderen Organisationen die Nothilfe abzustimmen. Es geht in erster Linie um die Verteilung von Nothilfepaketen die etwa Hygieneartikel, Lebensmittel, Decken, Schlafmatten, Kochutensilien beinhalten.

Wer kontrolliert die Verteilung? Wie wird überprüft, dass die Spenden nicht in falsche Hände geraten? 

Die Caritas arbeitet mit verlässlichen lokalen Partnerorganisationen vor Ort und ausschließlich mit ihnen wird die Hilfe abgewickelt. Das bedeutet: lokal verankert, angesehen und in der Bevölkerung bekannt. Darüber hinaus überprüfen auch Caritas MitarbeiterInnen regelmäßig vor Ort die Finanzgebarungen.

Die Koordination mit der Regierung und anderen Hilfsorganisationen findet laufend vor Ort durch unsere KatastrophenhelferInnen und die lokalen Partner statt.

Wem wird mit den Spenden geholfen?

Als Caritas sind wir, gemeinsam mit unseren lokalen Partnern verpflichtet, den betroffenen Menschen nach humanitären Prinzipien Hilfe anzubieten und zu leisten.

Der Kernauftrag der Caritas lautet "Not sehen und handeln".

Das heißt, wir fokussieren in unserer Hilfe auf Menschen am Rande der Gesellschaft (die, die am meisten betroffen und am bedürftigsten sind). Das ist die Basis für die Auswahl der Menschen, für die wir Hilfe leisten.

Die Not der Menschen ist entscheidend für die Hilfe, nicht ihre Herkunft, ihre Religion, ihr Geschlecht.

Die Caritas Indonesien bereitet aktuell Nothilfeaktivitäten vor und unterstützt die Menschen nach diesen humanitären Prinzipien, die Hilfe erfolgt über die katholischen Strukturen vor Ort.

Was tun die internationalen Hilfskräfte der Caritas, wenn sie nicht ins Katastrophengebiet kommen können?

Eine Organisation, ob national oder international, muss die geplante Hilfe zunächst bei der Regierung anmelden und diese gibt dann die Freigabe. Nach dieser Freigabe kann man in das Katastrophengebiet. Wir arbeiten deswegen mit lokalen Partnerorganisationen aus Indonesien zusammen, welche in das betroffene Gebiet reisen können.

Wir schicken MitarbeiterInnen vor Ort um unseren eigentlichen Auftrag zu erfüllen, nämlich sicherzustellen, dass das, was wir durch Spenden finanzieren, auch ankommt und gut umgesetzt wird (Qualitätsüberprüfung, Monitoring).

Bei Großkatastrophen haben die lokalen Partner manchmal nicht genug Ressourcen und suchen daher um Unterstützung an. Dann unterstützt die Caritas Österreich diese bei der Umsetzung der Nothilfe oder auch im Wiederaufbau. Die MitarbeiterInnen helfen dabei bei Logistik (Hilfsgüter beschaffen, versenden, etc.), Verteilungen und unterstützen auch sonstige Aufgaben, die von der Partnerorganisation angefragt werden. 

Werden auch Sachspenden entgegengenommen?

Nein. Alle notwendigen Sachspenden können vor Ort bzw. in anderen Regionen Südostasiens günstiger eingekauft werden. Denn Transport – vor allem per Flugzeug - und Zoll wären zu teuer.  Ausnahmen werden nur gemacht, wenn beispielsweise  Unternehmen eine Lieferung in der Größenordnung eines Transportflugzeugs liefern können und auch die Kosten für den Transport übernehmen.

Ich möchte gerne den Kindern selbst helfen. Kann ich ein Kind adoptieren? Oder kann ich ein Kind für ein paar Monate nach Österreich holen?

Nein. Die Hilfsorganisationen in Österreich vermitteln keine Adoptionen. Für viele Kinder wäre die Trennung von Verwandten, Freunden, die überlebt haben, ein weiterer großer Schock, nachdem sie wegen der Katastrophe schon Traumatisches hinter sich haben. Prinzipiell gibt es kaum seriöse Organisationen in Dritt-Welt-Ländern, die Adoptionen abwickeln könnten. Die Gefahr, dass hier Kinderhandel im Spiel ist, ist zu groß. Es ist wichtig, den Kindern in ihrem Heimatland zu helfen. Für Adoptionen wenden Sie sich bitte an einen Notar bzw. Rechtsanwalt, der gemeinsam mit Ihnen die notwendigen Schritte klärt.

Kann ich als Freiwillige oder Freiwilliger mitarbeiten?

Vielen Dank für Ihr Angebot, das wir aber leider ablehnen müssen. Wir arbeiten mit lokalen Partnern, die über große Erfahrung in der Nothilfe verfügen. Die lokalen Partner werden von hunderten freiwilligen MitarbeiterInnen unterstützt. Sie sprechen die lokale Sprache, kennen die Region, sind vertraut mit der Kultur ihres Landes. Von Österreich aus entsenden wir nur Delegierte mit fundierten Kenntnissen in der Nothilfe.

Falls Sie Interesse an einem Freiwilligeneinsatz im Bereich Humanitäre Hilfe haben, gibt es die Möglichkeit, sich für EU-weit ausgeschriebene Projekte bei „EU Aid Volunteers“ unter folgendem Link zu bewerben. https://ec.europa.eu/echo/who/jobs-and-opportunities/eu-aid-volunteers_en