Zyklon Idai in Mosambik

Weite Landteile zerstört - Caritas Österreich hilft in den betroffenen Gebieten

Das südafrikanische Land Mosambik wurde am 15. März 2019 von einem schweren Zyklon heimgesucht. Besonders die Stadt Beira mit 500.000 EinwohnerInnen und die umliegenden Dörfer sind schwer betroffen von den Ausmaßen der Naturkatastrophe.

Die mosambikanischen Bauern standen kurz vor der Ernte, welche durch das Hochwasser vernichtet wurde. Die Menschen hungern. Der Ausfall der Ernte wird auf ein Jahr prognostiziert. Durch die stehenden Gewässer verbreiten sich Krankheiten. Es müssen dringend Maßnahmen gegen Hunger und der Prävention von Krankheiten implementiert werden.

Die Caritas ist seit vielen Jahren in dieser Region tätig. "Als Caritas Österreich können wir über unsere lokalen Partnerorganisationen Soforthilfe leisten", so Christoph Schweifer, Auslandshilfechef der Caritas Österreich.

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  • © Caritas Beira

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  • Das Ausmaß des Zyklons nach den ersten Tagen © Caritas

    Das Ausmaß des Zyklons nach den ersten Tagen © Caritas

  • Caritas-Helfer Harald Grabher hilft vor Ort den betroffenen Menschen © Caritas

    Caritas-Helfer Harald Grabher hilft vor Ort den betroffenen Menschen © Caritas

  • © Horizont 3000

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  • Helfer Harald Grabher im Einsatz © Caritas

    Helfer Harald Grabher im Einsatz © Caritas

Rasche Hilfe dringend benötigt

Die Menschen in der betroffenen Region benötigen dringend Trinkwasser, Lebensmittel und Medikamente. Auch Notunterkünfte müssen geschaffen werden, um die obdachlosen Menschen zu schützen. Vor allem Kinder, Schwangere und ältere Menschen brauchen Hilfe. Inzwischen erschwert auch der Ausbruch von Cholera das Leben der Menschen. Laut dem UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs sind bereits über 1.000 Menschen erkrankt. "Die Kinder trinken aus Wasserlachen", berichtet Katastrophenhelfer Harald Grabher. 

"Die großflächigen Überschwemmungen sind eine Katastrophe - vor allem für die Bäuerinnen und Bauern im südlichen Afrika. Der Zyklon hat nicht nur viele Häuser zerstört. Die Fluten haben auch die Ernte weggeschwemmt und die Arbeit von Monaten zunichte gemacht. Wir müssen jetzt rasch helfen und die Menschen mit dem Notwendigsten - also mit Lebensmitteln, Medikamenten und Hygieneartikeln - versorgen. Bitte helfen Sie mit, denn jeder Euro zählt", sagt Caritas Präsident Michael Landau.

Mosambik bittet um internationale Hilfe

Nach wie vor hat die Regierung Mosambik den Notstand ausgerufen und um internationale Hilfe gebeten. Nachdem der Zyklon Idai ein Hochwasser mit sich brachte, gibt es stehendes Gewässer in den betroffenen Gebieten. Auch Trink- und Abwassersysteme sind schwer beschädigt, die Folge sind Krankheiten wie Cholera.

Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn durch die zerstörte Ernte hungern die Menschen und zusätzlich steigen durch die Verschmutzung des Wassers, die Fälle an Cholera-Erkrankungen an (aktuell bei über 4400 erkrankten Menschen). Die Menschen brauchen so rasch wie möglich sauberes Trinkwasser, Nahrungsmittel, sowie Medikamente und ein sicheres Dach über dem Kopf um vor noch größeren Katastrophen bewahrt zu werden.

Laut UN sind 715.000 Hektar an landwirtschaftlicher Fläche zerstört. Die Katastrophe trifft eines der ärmsten Länder der Welt - Mosambik befindet sich laut dem Human Development Report der UN auf Rang 180 (von 189). Laut Angaben der Weltbank leben dort 46 Prozent der Menschen unterhalb der nationalen Armutsgrenze.

Nachbar in Not-Hilfsaktion für Mosambik

Ihre Spende rettet Menschenleben!

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So hilft die Caritas vor Ort

Gemeinsam mit Partnerorganisationen leistet die Caritas Hilfe vor Ort. Die Caritas Österreich stellt 70.000 Euro Soforthilfe für die betroffene Region zur Verfügung. 27.500 Menschen kann die Caritas Österreich mit ihrem Netzwerk in Mosambik bereits konkret unterstützen.

Zur raschen Unterstützung, direkt nach eintreten des Zyklons Idai, hatte die Caritas Österreich die Katastrophenhelfer Harald Grabher und Andreas Zinggl vor Ort entsendet. Andreas und Harald sind wieder von ihren Einsätzen zurückgekehrt. Vergangene Woche ist die erfahrene Katastrophenhelferin Daniela Pamminger, Leiterin der Auslandshilfeabteilung der Caritas Linz nach Mosambik geflogen um die lokalen Partner bei der Ausarbeitung von Projektanträgen, speziell für Nachbar in Not (NIN) und die Austrian Development Agency (ADA), zu unterstützen. Die lokalen Partner sind Esmabama und die Caritas Mosambik.

Fotos von den Katastrophenhelfern: https://tinyurl.com/yxghhqt8

Oft gestellte Fragen

Was macht die Caritas vor Ort?

Die Caritas Österreich hat zwei KollegInnen nach Mosambik entsendet; in Beira bzw. in der betroffenen Region Sofala wird gemeinsam mit der lokalen Caritas sowie internationalen Caritas Partnern (CRS) eine Bestandsaufnahme gemacht und geklärt, wo und wie die Nothilfe durchgeführt werden kann. Wie wir bei früheren Katastrophen gesehen haben, ist es extrem wichtig, mit den lokalen Partnern, mit den Behörden, mit den anderen Organisationen die Nothilfe eng abzustimmen. Es geht in erster Linie um die Verteilung von Nothilfepaketen mit Hygieneartikeln, Lebensmitteln, Decken, Schlafmatten, Kochutensilien und dergleichen an die von der Katastrophe betroffene Bevölkerung.

Wer kontrolliert die Verteilung? Wie wird überprüft, dass die Spenden nicht in falsche Hände geraten?

Die Caritas arbeitet mit verlässlichen lokalen Partnerorganisationen vor Ort und ausschließlich mit ihnen wird die Hilfe abgewickelt. Das bedeutet: lokal verankert, angesehen und in der Bevölkerung bekannt. Darüber hinaus haben wir eigene MitarbeiterInnen vor Ort, die die Umsetzung der Aktivitäten, aber auch die administrative und finanzielle Umsetzung prüfen und überwachen. Die Koordination mit der Regierung und anderen Hilfsorganisationen findet laufend vor Ort durch unsere KatastrophenhelferInnen und die lokalen Partner statt, so können Doppelungen vermieden werden.

Werden auch Sachspenden entgegengenommen?

Nein. Alle notwendigen Sachspenden können vor Ort bzw. in der Region günstiger eingekauft werden, denn Transport – vor allem per Flugzeug - und Zoll wären zu teuer und zeitaufwendig. Ausnahmen werden nur gemacht, wenn beispielsweise Unternehmen eine Lieferung in der Größenordnung eines Transportflugzeugs liefern können und auch die Kosten für den Transport übernehmen.

Logistik

Die meisten Hilfsgüter können vor Ort oder in den Nachbarstaateneingekauft werden, insofern ist es wichtig, dass vor Ort die Strassen, Flughäfen und Häfen für die lokale Transportwirtschaft frei gemacht wird, um die Hilfsgüter zu dem Menschen zu bringen.

Anreise in das betroffene Gebiet

Wir arbeiten grundsätzlich eng mit unseren lokalen Partnern zusammen, welche vor Ort reisen können und derzeit für Erhebungen vor Ort sind. In der Zwischenzeit nehmen unsere Mitarbeiter drängende Funktionen in der Koordination mit den Akteuren vor Ort wahr. Die Ergebnisse der Erhebungen werden wir gemeinsam auswerten und unsere Aktivitäten darauf basieren. 

Nothilfe nach Zyklon in Mosambik - so ist Hilfe möglich:

Spendenkontonummer:

BAWAG P.S.K.
BIC: BAWAATWW
IBAN: AT92 6000 0000 0770 0004

Kennwort: Nothilfe Mosambik

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