Flüchtlingskrise im Nordirak

m Irak sind 3,4 Millionen Menschen vor den Gräueltaten der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) auf der Flucht. Der Großteil dieser Binnenvertriebenen hat in der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak Zuflucht gefunden. Nur ein Zehntel von ihnen ist in offiziellen Camps untergebracht, die meisten leben in selbst organisierten Unterkünften in den Städten. Besonders problematisch ist die Situation von mehr als 550.000 Menschen, die unter erbärmlichen Bedingungen in leerstehenden Rohbauten, Schulen, Kirchen oder Moscheen leben, die weder Schutz vor den Witterungsbedingungen bieten, noch über Sanitäreinrichtungen verfügen.

Insgesamt sind über 10 Millionen Menschen im Irak auf humanitäre Hilfe angewiesen.Schätzungsweise 3 Millionen Menschen leben in vom IS kontrollierten Gebieten und können daher von Hilfsorganisationen nur schwer erreicht werden. In diesen Gebieten herrscht mitunter akute Knappheit an Nahrungsmitteln, Wasser und Medikamenten sowie große Lücken in der Versorgung der Bevölkerung mit Gesundheitsdienstleistungen. Die Rückeroberung der vom IS besetzten Gebiete durch die irakische Armee geht mit weiteren großen Fluchtbewegungen der Zivilbevölkerung einher.

So hilft die Caritas

Vor allem die Kinder sind von der Fluchterfahrung traumatisiert und brauchen dringend Unterstützung. Mit speziellen Projekten will die Caritas den Kindern ihre Kindheit wieder zurückgeben.

So zum Beispiel im Kwargosk Camp, wo PsychologInnen und SozialarbeiterInnen von UPP, einer Partner-Organisation der Caritas, die Familien besuchen. Die traumatisierten Eltern und Kinder erhalten professionelle Unterstützung, viele leiden an Depressionen, Angstattacken und posttraumatischen Belastungsstörungen.In Ainkawa, einem Vorort von Erbil, unterstützt die österreichische Caritas die Weiterbildung der Lehrkräfte von Schulen, damit diese auf die Folgeerscheinungen von Trauma und Stress bei den Kindern eingehen und adäquate Hilfe leisten können.

Die tägliche Schule gibt den traumatisierten Kindern wieder ein Gefühl von Normalität und Sicherheit: "Diese Kinder brauchen dringend Möglichkeiten, Erlebtes zu verarbeiten", so der Caritas-Präsident. Mit dem regelmäßigen Schulbesuch wird ein erster Schritt in Richtung eines normalen Alltags für die Kinder ermöglicht.

Hilfsprojekte im Irak

Bildung und Betreuung für irakische Flüchtlingskinder - Irak

Im Irak sind 3,4 Millionen Menschen vor den Gräueltaten der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) auf der Flucht. Der Großteil dieser Binnenvertriebenen hat in der Autonomen Region Kurdistan im Nordirak Zuflucht gefunden.

Weiter