Portrait Mädchen mit Migrationshintergrund

Resettlement

Für Flüchtlinge gibt es kaum legale und sichere Zugangsmöglichkeiten zu Schutz in der EU. Eine Option sind Programme für Humanitäre Aufnahme oder Resettlement. Traumatisierte und kranke Personen, alleinstehende Frauen, Familien mit kleinen Kindern können sich kaum auf den oft (lebens-)gefährlichen Weg nach Europa machen. Da eine Rückkehr in das Herkunftsland (z.B. Syrien) auf absehbare Zeit nicht möglich ist und auch im Erstzufluchtsland (z.B. Libanon) keine Integrationsmöglichkeit besteht, bleibt nur noch die von UNHCR vorgesehene dritte Möglichkeit einer Neuansiedlung dieser Menschen in aufnahmebereiten Staaten. Damit wird besonders verletzlichen Personengruppen voller Flüchtlingsschutz gewährt und die Möglichkeit geboten, sich in diesen Ländern zu integrieren. Resettlement ist somit zugleich ein Schutzinstrument und eine dauerhafte Lösung für Flüchtlinge.

Österreich hat sich bereit erklärt, 1.500 syrische Flüchtlinge im Rahmen eines Humanitären Aufnahmeprogramms aufzunehmen. Ein reguläres Resettlementprogramm, das jährliche Aufnahmequoten vorsieht, gibt es bereits in zahlreichen europäischen Ländern, in Österreich aber noch nicht. Die Caritas hat daher zusammen mit UNHCR, IOM, der Diakonie und dem ÖRK ein Resettlementkonzept für Österreich entworfen. Basierend auf der Analyse von europäischen Best Practice Beispielen wurde ein konkretes Konzept erarbeitet, wie ein solches Programm in Österreich aussehen könnte. 

Resettlement

There are hardly any legal and safe possibilities for refugees to access protection in the EU. One option is programmes for humanitarian admission or resettlement. Traumatized and ill people, single women and families with young children often face life-threatening danger on their way to Europe. Since a return to their home country (e.g. Syria) is not possible in the near future and there's no chance of integration in the country they first fled to (e.g. Lebanon), there is only one remaining option devised by the UNHCR: resettlement of these people into countries which volunteer to admit refugees. This option offers, especially for groups of people who are particularly vulnerable, a safe passage into countries where they have a chance of integrating. Resettlement is in equal parts an action of protection as well as a long-term solution for refugees.

Austria has volunteered to admit 1,500 Syrian refugees as part of the Humanitarian Admission Program. There already exist resettlement programs, which have an annual quota of admissions, in several EU countries but not in Austria. Therefore, Cartias created a resettlement concept for Austria with UNHCR, IOM, Diakonie and ÖRK. This concept of how such a program in Austria could look like is based on the analysis of European best practise examples.