Armut in Österreich

Jeder 7. Mensch in Österreich ist armutsgefährdet oder arm. Ein kleiner Beitrag von Ihnen macht einen großen Unterschied für Familien in Not.

Armut ist oft erst auf den zweiten Blick sichtbar. Meist spielen sich Existenzsorgen und Nöte hinter verschlossenen Türen ab. Was bedeutet Armut in Österreich? Wer ist betroffen? Und wie hilft die Caritas?

  • 367.000 Menschen

    in Österreich gelten als „manifest arm“

  • 140.000 Menschen

    in Österreich können ihre Wohnung nicht angemessen warm halten.

  • 21.567 Menschen

    sind in unserem Land als wohnungslos registriert.

Neue Hoffnung im Haus Luise

Video aus einem Mutter-Kind-Haus in Wien

In Österreich ist jede/r Siebte armutsgefährdet. 94.000 Menschen davon sind alleinerziehende Mütter und Väter. So wie Frau S. Sie stand nach einer schwierigen Beziehung und einer psychischen Erkrankung plötzlich auf der Straße. Doch sie fand Unterstützung im Haus Luise und kann heute wieder lächeln.

Was bedeutet Armut in Österreich?

Insgesamt sind 1,24 Millionen Menschen in Österreich von Armut betroffen oder armutsgefährdet – das ist jeder Siebte! Männer, Frauen und erschreckend oft auch Kinder, für die ein leerer Kühlschrank oft Realität ist. Denn Armut bedeutet für AlleinerzieherInnen, am Monatsende zu entscheiden, ob sie etwas zu Essen kaufen oder die Wohnung heizen sollen. Armut bedeutet für Familien, einen großen Teil ihres Einkommens für Wohnen und Energie auszugeben. Armut bedeutet für Kinder, in feuchten, schimmligen Zimmern zu schlafen und zu spielen, weil die Wohnung nicht angemessen warmgehalten werden kann. Armut bedeutet für viele Haushalte, dass zusätzliche oder unerwartete Ausgaben finanziell nicht möglich sind: Keine Klassenfahrten, kein Auto, keine Reparatur der Waschmaschine oder der Heizung. 

Diese Menschen sind am häufigsten und stärksten von Armut betroffen:

  • Kinder und Jugendliche aus Ein-Eltern-Haushalten
  • Familien mit drei und mehr Kindern
  • Alleinerziehende Mütter und Väter
  • Menschen mit Migrationshintergrund

Menschen ohne Wohnung brauchen Unterstützung

Jetzt, wo es draußen kälter wird, brauchen vor allem auch Menschen ohne Wohnung dringend Hilfe: die existentielle Unsicherheit, der tägliche Kampf ums Durchkommen, der Frost und die soziale Ausgrenzung zehren an Körper und Psyche. Dabei sind die Gründe, warum Menschen obdachlos werden die gleichen, warum wir alle immer wieder in Krisen geraten: Jobverlust, Beziehungsstreit oder eine Krankheit, ein Unfall. Wenn das helfende, unterstützende Umfeld fehlt, benötigen diese Menschen unsere Unterstützung.

Herr P. fasst neuen Mut

Video aus der Salzburger Einrichtung „Haus Franziskus"

Obdachlosigkeit kann jeden treffen. Herr P. hat vor zwei Monaten seine Wohnung verloren und lebt seither auf den Straßen Salzburgs. Im Haus Franziskus der Caritas bekommt er täglich eine warme Mahlzeit, eine Dusche und ein Bett für die Nacht.

So hilft die Caritas armutsbetroffenen Menschen in Österreich

Die Caritas ist für armutsbetroffene und obdachlose Menschen oft die letzte Anlaufstelle, wenn es alleine nicht mehr geht. Sie wissen, dass sie bei der Caritas Unterstützung bei ihrem täglichen Kampf um ein gutes Leben finden. Mit kompetenter Beratung kann viel erreicht werden. Manchmal braucht es etwa nur ein wenig zusätzliche Unterstützung bei der Jobsuche. In diesen Einrichtungen hilft die Caritas im Detail armutsbetroffenen Menschen in Österreich:

  • 42 Einrichtungen für Wohnungslose und Obdachlose mit 2.137 Schlaf-/Wohnplätzen
  • 26 Einrichtungen für ambulante Beratung, Ausspeisung und medizinische Betreuung
  • 12 Mutter-Kind-Häuser mit 447 Wohnplätzen
  • 36 Sozialberatungsstellen geben notleidenden Menschen in Österreich Rat und Unterstützung. 65.029 Menschen wurden hier im Jahr 2018 betreut. 
  • 106 Beschäftigungsprojekte bieten insgesamt 1.492 Arbeitsplätze für langzeitarbeitslose Menschen.

So können Sie armutsbetroffenen Menschen in Österreich helfen

Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass Menschen in unserer Nachbarschaft kein Auskommen finden. Wir dürfen auf die Schwächsten in unserer Gesellschaft nicht vergessen. Möglich ist unsere Hilfe nur dank der Unterstützung von Spenderinnen und Spendern, die den Betrieb unserer Einrichtungen sicherstellt.

Jetzt20,- spenden!

Babypaket

Ein Babypaket

Mit 20 Euro schenken Sie einer armutsbetroffenen Jungfamilie die Erstausstattung für ihr Baby, mit Babynahrung, Windeln und Kleidung.

Ein Baby liegt auf einer Decke, daneben Windeln, Hygieneartikel und Kleidung.
Jetzt33,- spenden!

Eine Übernachtung

Eine Nacht im Mutter-Kind-Haus

Mit 33 Euro ermöglichen Sie einer Mutter und ihren Kindern eine Nacht im Mutter-Kind-Haus.

Kinder in einer Wohnung
Jetzt50,- spenden!

Schlafsack

Schlafsack als Lebensretter

Der Schlafsack ist Lebensretter für Menschen ohne Zuhause. Mit einem Schlafsack unterstützen Sie wohnungslose Menschen in ganz Österreich.

Mann mit Bart isst in der Gruft in Wien eine Suppe

Was ist Armut eigentlich? – Definition von Armut

Es gibt – auf rein statistischer Basis – eine europaweit vergleichbare Armutsgrenze: Wer weniger als 60 Prozent des Median-Einkommens hat, gilt als armutsgefährdet. Bei diesem Median-Einkommen liegt genau die eine Hälfte der Bevölkerung darüber, die andere darunter.

Armutsgefährdung und Armutsgrenze in Österreich

Als armutsgefährdet in Österreich gilt somit derzeit, wer weniger als 1259 Euro monatlich (zwölf Mal im Jahr) zur Verfügung hat – wobei hier alle Sozial-, Familien-, Pflege- Wohn-, Arbeitslosen- aber auch Pflegegeldleistungen inkludiert sind, ebenso wie regelmäßige Privattransfers.

1,2 Millionen Menschen in Österreich sind armutsgefährdet. Das heißt, diese Menschen können sich zwar die notwendigsten Dinge noch leisten, müssen aber bereits jeden Euro zweimal umdrehen und können unvorhergesehene Ausgaben (wie zum Beispiel die Reparatur eines kaputten Boilers) kaum stemmen.

Manifeste Armut

367.000 Menschen in Österreich gelten als manifest arm. Sie haben Probleme ihre Miete zeitgerecht zu zahlen und ihre Wohnung warm zu halten. Sie können keine unerwarteten Ausgaben tätigen oder Urlaub machen.

Herzlichen Dank für die Unterstützung unserer Kampagne!