Innovation for Health


Nachhaltige Versorgungskonzepte zur Reduktion der Auswirkungen von Covid-19 für vulnerable, alte und hochbetagte Menschen in Armenien, Ukraine und Moldau.

Ziel des Projektes „Innovation for Health“, ist es einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität vulnerabler Bevölkerungsgruppen und den nachhaltigen Aufbau eigenständiger Betreuungsstrukturen angesichts der sozioökonomischen Folgen der Covid-19 Pandemie in Armenien, der Ukraine und der Republik Moldau zu leisten.

Seit Anfang Juli 2021 leistet die Caritas im Rahmen eines 18 Monate langen Projekts einen Beitrag zur Verbesserung des Wohlbefindens und der Gesundheit der am stärksten betroffenen Bevölkerungsgruppen in den drei postsowjetischen Ländern Armenien, Republik Moldau und der Ukraine. Die Aktivitäten reichen von Ausbildung des Gesundheits- und Pflegepersonals, Altenpflege bis zu innovativen neuen Ansätzen wie der Einführung von Telemedizin für alte und hochbetagte Menschen.

Armenien, Ukraine und die Republik Moldau sind durch gemeinsame Herausforderungen vieler postsowjetischer Länder charakterisiert – wie etwa wirtschaftliche und politische Instabilität, mangelnde Finanzierung im Sozial- und Gesundheitsbereich und schleppende Sozialreformen. Bewaffnete Konflikte haben die Situation in der Ukraine und in Armenien zusätzlich verschärft. Nicht zuletzt durch den Ausbruch der Covid-19 Pandemie sind die öffentlichen Gesundheitssysteme massiv überlastet, wodurch dringend benötigte Gesundheitsdienste nur verzögert oder gar nicht mehr in Anspruch genommen werden können. Besonders betroffen sind ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen sowie Menschen mit chronischen oder unheilbaren Krankheiten. Viele ältere Menschen können ihre Grundbedürfnisse nicht mehr decken und, vor allem Frauen, leben unter der jeweiligen nationalen Armutsgrenze. Das Projekt legt daher ein besonderes Augenmerk auf geschlechtssensible Ansätze und auf die Bedürfnisse von Frauen, welche die Mehrheit der Projektzielgruppe bilden. So finden beispielsweise Weiterbildungen zu Gender-Health und Gender-Medizin statt.

Das Risiko von Armut, Diskriminierung und Isolation hat sich durch die Pandemie deutlich erhöht. Isolation und Trennung von Freund*innen, Familien und Nachbar*innen, gepaart mit der Angst vor Krankheiten und der Ungewissheit, ob sie die Bedürfnisse in Bezug auf die Grundversorgung mit Lebensmitteln, Medikamenten und anderen lebenswichtigen Gütern befriedigen können, setzen einen großen Teil der besonders gefährdeten Gruppen unter psychischen Stress. Im Rahmen des Projektes erhält die Zielgruppe daher auch materielle Hilfe wie Lebensmittel, Covid-19-Schutzmaterialen, Hygieneartikel, sowie psychosoziale Unterstützung.

Die Pflegekräfte wurden als die zweite große Zielgruppe identifiziert, die im Projekt angesprochen wird. Der Hauptbedarf dieser Gruppe sind Fortbildungen in den Bereichen mobiler Pflegedienste, Telemedizin, Post-Covid-19 Rehabilitation und geschlechtsspezifischer Ansätze in der Pflege, Gewaltprävention und Datenschutz.

Durch Round-Table Diskussionen und andere Formate auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene leistet das Projekt einen wertvollen Beitrag zur Stärkung der lokalen Gesundheitssysteme.

Unser Fördergeber: 
Die Gesamtkosten des Projekts in Höhe von 530.000 Euro werden – kofinanziert durch das internationale Caritas-Netzwerk und den armenischen Staat – mit 470.000 Euro vom Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz und auch durch Spenden aus Österreich finanziert.

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