Erfahrungsbericht Sonja Meznaric – Nias, Indonesien

 

Es ist einfach gut, so wie es ist.

 

Zuerst ein kurzer Schnelldurchlauf der letzten Wochen:

Nias/Sirombo - Ich war vier Tage mit einem Team der Caritas im Westen von Nias unterwegs, um hunderte Leuten kostenlos medizinisch zu versorgen. Wirklich beeindruckend. (200 Leute an einem Tag, die zum Arzt wollen und anschließend gratis Medikamente bekommen, muss man mal so reibungslos versorgen. Und das noch bei der ärgsten Hitze. Die Leute sind teilweise einige Stunden zu Fuß gekommen und haben geduldig gewartet. Und alle sind drangekommen und wurden versorgt.)
Singapur - Nach sechs Monaten musste ich ausreisen um ein neuerliches Visum zu beantragen
Sumatra - Juchhu! Ich habe Besuch aus der Heimat bekommen. Ich bin jetzt noch ganz aus dem Häuschen. Ich wusste es ja vorher schon, aber gute Freunde sind durch nichts zu ersetzen. Im Dschungel Orang Utans zu sehen, war eines der beeindruckendsten Erlebnisse meines Lebens!
Nias - Ja und dann bin ich nach drei Wochen wieder nach Hause geflogen. Ja, hier ist inzwischen ein Stück Zuhause entstanden.

 

Das führt mich zu meinem heutigen Thema.

Vor meinem "Refreshing" (so nennen die Mädls in Alma meine Reise) dachte ich, wow was ich nicht alles unbedingt in Singapur und in Medan machen muss, weil ich es hier auf der Insel nicht habe. Allen voran internationales Essen, shoppen und heiß duschen. Schon Wochen vorher hab ich davon geträumt.
Endlich in Singapur angekommen: Ab ins Taxi, im Hotel einchecken und nichts wie ab unter die heiße Dusche. Ich bin die nächsten Tage natürlich auch bei Starbucks und Burger King und auf mehreren Shoppingtouren gelandet, aber ich habe auch gemerkt, dass das jetzt nicht der Himmel auf Erden war. Ich hab alles in Nias, was ich brauche. Mir geht nichts ab. Anscheinend musste ich nach Singapur fahren, um das zu erkennen. Manchmal schätzt man erst, was man hat, wenn man weg ist.

 

Was ist das jetzt in meinem Fall?

Ich habe eine Struktur, man könnte es auch Alltag nennen. Ich habe immer genug zu essen und mir schmeckt es. (Für mich wird täglich gekocht und ich muss mich um nichts kümmern - he, was für ein Service ist das? Und noch dazu ist das Essen hier relativ ausgeglichen mit Reis, Gemüse und Fisch an den meisten Tagen. So gesund ernähre ich mich sonst nicht.) Ich habe die Kinder. Ja die haben sich inzwischen in mein Herz gestohlen. 
Ich habe die Mädls, die hier arbeiten. Inzwischen ist es mir gelungen, eine kleine Beziehung zu manchen aufzubauen. Und mit den T-Shirts aus Singapur und Lake Toba habe ich mich zusätzlich beliebt gemacht. Es ist nie so kalt, dass ich Socken und Sneakers brauche und meist könnte ich mit kurzer Hose rumlaufen, wenn das denn schicklich wäre. Das sind genau meine Temperaturen. Wenn man mal akzeptiert hat, dass man ständig schwitzt und es oft regnet. Ich liebe den Regen hier übrigens. Ich hab meinen Kindle. Und meist auch genug Strom, um ihn aufzuladen. Und bevor jetzt viele von euch denken,
"Hilfe. Sonja kommt nicht mehr heim": Nein, das ist nicht mein Plan. Aber ich habe eine gute Zeit hier.

Frauen beim Kochen

Erfahrungsbericht Wilhelm S. Haböck- Nias

Von Wien aus flog ich nach Jakarta. Schon vor meiner Abreise setzte ich mich mit dem mir bis dato fremden Indonesien auseinander. Ich besuchte ein Vorbereitungsseminar, einen 10- tägigen Sprachkurs in Indonesisch und las das Buch "Kulturschock Indonesien". Gut vorbereiteten konnte ich meine Zeit dort, ohne negative Überraschungen, in vollen Zügen genießen, da ich vieles genauso erlebt und vorfand, wie es beschrieben wurde.

 

Die Menschen in Indonesien sind extrem freundlich und aufgeschlossen. Was mich besonders beeindruckte war ihre Ruhe und Gelassenheit. Alles hat Zeit und es gibt keinen Stress. Ich glaube im Indonesischen gibt es kein Wort für Pünktlichkeit, sondern nur das Wort "jam karet" (Überzeit).

Von Caritas Österreich wusste ich, dass es sich bei dem Projekt um den Aufbau von Caritas-eignen Märkten zur besseren Selbstversorgung handelt. Dort angekommen fand ich zwei "richtige" Nahversorgungsgeschäfte mit beachtlich gutem Niveau vor. Unter anderem sollte es nun meine Aufgabe sein, Verbesserungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

Nach Gesprächen mit dortigen Mitarbeitern und Verantwortlichen, dem Vergleich der Nahversorgungsgeschäfte mit anderen Geschäften Südostasiens und nicht zuletzt aufgrund meiner Erfahrung im Handelsmanagement, hatte ich eine ganze Reihe von Verbesserungsvorschlägen.

Angefangen von einem dynamischen Auftritt (Corporate Design) mit neuem Logo und moderner Geschäftsfassade über Verbesserungen bei der Warenpräsentation und Vorschlägen für Werbung (dort für den Handel noch völlig unüblich) bis hin zu Promotion, Personal- und Führungsausbildung und Prämiensystem. Das größte Verbesserungspotential sahen wir jedoch im Bereich der Einkaufs- bzw. Sortimentspolitik und dessen Rechnungswesen (Controlling).

 

Abseits meiner Arbeit besuchte ich auch einige Dörfer. Die Geschichte eines ca. 13- jähriges Mädchen mit Gaumenfehlbildung, bewegte mich dabei besonders. Da das Geld für eine Schuluniform fehlt und sie ihre blinde Mutter nicht alleine lassen kann, bleibt es ihr verwehrt eine Schule zu besuchen. Schicksale wie dieses sind besonders ergreifend und bringen einen in vielerlei Hinsicht zum Nachdenken.

 

Insgesamt waren die Zusammenarbeit mit den Kollegen und das Projekt selber, sowie die Erfahrung mit den Menschen allgemein ein wunderschönes Erlebnis, dass eine echte Bereicherung meines Lebens bleiben wird.

Erfahrungsbericht Sigird Achtschin-Stieger - Nias

Mit den gepackten Koffern steht man am Flughafen, man verabschiedet sich von seiner Familie und seinen Freunden. Das Ziel ist Indonesien, ein noch fremdes Land mit unterschiedlicher Kultur und Sprache, in dem man nun sechs Monate leben und arbeiten wird - Abenteuer und Erfahrungen hautnah.

Auch mit 35 und mitten im Berufsleben stehend, ermöglichte mir die Caritas Österreich, als Volontärin in Indonesien meine Erfahrungen zu sammeln. Nach dem dreiwöchigen Sprachkursin Yogyakarta begab ich mich zu meinem Einsatzort, der Insel Nias. Der Sprachkurs ist ein essentieller Bestandteil, da nur sehr wenige Menschen auf der Insel Nias so gut Englisch sprechen, dass man sich auch verständigen kann. In der ländlichen Region von Nias kann es sogar vorkommen, dass man auch mit Indonesisch nicht verstanden wird, da hier die Menschen vorwiegend Niassisch (die inseleigene Sprache) sprechen.

Die Insel Nias liegt westlich der Insel Sumatra. Sie ist 125km lang und 40km breit und auf ihr leben circa 650.000 Menschen. Die Hauptstadt, in welcher ich auch wohnte, heißt Gunungsitoli. 85% der Inselbevölkerung sind Christen, was in Indonesien die Ausnahme darstellt, denn die indonesische Bevölkerung ist überwiegend muslimisch.


Ich lebte im Gästehaus des katholischen Waisenhauses Alma und arbeitete in der Zentrale der Caritas Keuskupan Sibolga (CKS). Meine Aufgabe war es, an dem Aufbau eines Fundraising-Projekts mitzuwirken. Ich half bei der Planung und Umsetzung eines zweiten Lebensmittelmarktes mit. Dieser soll in Zukunft ein Teil der finanziellen Unabhängigkeit der CKS sichern. Mit dem so erwirtschafteten Geld werden verschiedene soziale Projekte auf der Insel finanziert.

Mein Leben war von einer beruhigenden Regelmäßigkeit mit zwischenzeitlichen Besonderheiten geprägt. Dadurch bekam ich aber auch einen sehr guten Einblick in den Alltag der Einheimischen und lernte, ihre Einstellungen und Lebensweise zu verstehen, welche gerade in Bezug auf die Rolle der Frau in der indonesischen Gesellschaft für uns Europäer noch sehr traditionell wirkt.

Als weiße, alleinstehende Frau in Indonesien muss man sich an einige Dinge gewöhnen. Es ist durchaus normal, sobald man das haus verließ und man alleine unterwegs war, von Fremden angesprochen zu werden. Auf der Straße wurde ich mit "Hallo Mister" und manchmal auch "Hallo Miss" angeredet. Die Menschen zeigten mit dem Finger auf mich und riefen "Bule", was man mit "weißer, aus dem Westen kommender Mensch" übersetzen kann. Im näheren Gespräch wurde ich nach dem Alter, ob ich verheiratet sei und wie viele Kinder ich hätte, gefragt. Wenn ich 35 angab und dass ich weder verheiratet sei, noch Kinder hätte, so musste ich durchaus mit einem ungläubigen, fast mitleidigen Staunen der Einheimischen rechnen. Jeder wollte ein Foto mit der weißen Frau, über Facebook mit mir befreundet sein oder meine Telefonnummer haben. Wichtig in solchen Momenten war es, so freundlich wie möglich zu bleiben und immer zu lächeln, denn emotionale Reaktionen werden von den Indonesiern nicht verstanden.

Indonesier sind ein sehr freundliches und hilfsbereites Volk, im Gegensatz zu Europa hat man Zeit. Obwohl sie im Straßenverkehr sehr ungeduldig sind, sind sie im restlichen Alltag sehr gediegen und versprühen Lebensfreude pur.

Zusätzlich zu meinem ruhigen Alltag erlebte ich auch einige Besonderheiten, durch welche ich die Bevölkerung noch besser kennenlernen konnte. Ich nahm an Hochzeiten und Begräbnissen teil, an diversen Wochenenden besuchte ich die anderen Regionen Nias, ich sah wundervolle einsame Sandstrände, traditionelle Häuser und deren Bewohner. Aber auch das westlich beeinflusste Leben der Städte Medan, Jakarta und Yogyakarta konnte ich erleben, welches wiederum sehr im Kontrast zum ruhigen Leben auf der Insel stand.

Die sechs Monate in Indonesien waren eine wundervolle und nachhaltige Erfahrung, sie werden mich mein restliches Leben begleiten. Das Kennenlernen einer anderen Art des Lebens wird mich sicher oft dazu anregen, mein eigenes Handeln und Danken zu überlegen, denn ich weiß nun, dass es nicht immer so stressig sein muss und man vieles auch durchaus ruhiger angehen kann.

Erfahrungsbericht Sabrina Raindl - Yogyakarta

Spürt ihr ihn auch, den Ruf der Ferne? Wollt ihr in eine völlig fremde Kultur eintauchen, euch abseits der Touristenwege wagen, euch als Quasi-Einheimische/r unter die Bevölkerung mischen? Seid ihr bereit für neue Erfahrungen, die euch fordern werden, und kontinuierliche Selbstreflexion erfordern? Dann seid ihr beim internationalen Freiwilligeneinsatz der Caritas richtig!

Noch mitten im Studium, schien mir ein Einsatz mit der Caritas perfekt, um neben meiner persönlichen Horizonterweiterung auch weitere berufliche Erfahrung zu sammeln.
Die Reise führte mich Anfang Juli 2013 nach Yogyakarta, Indonesien, wo ich bei Jesuit Refugee Service, einer Partnerorganisation der Caritas Österreich mit Schwerpunkt auf Flüchtlingsbetreuung, bei der Entwicklung eines Fundraising- und Kommunikationsplans helfen darf.
Schon von Beginn an war ich fasziniert von der heiteren Gelassenheit, die den indonesischen Alltag zu prägen scheint. Wo man auch hinblickt – die Menschen lächeln sich freundlich zu, nehmen sich Zeit für einen angeregten Plausch und scheinen nichts lieber zu tun, als gemeinsam herzhaft zu lachen. Die ungewohnte herzliche Gastfreundschaft vermittelte mir von Anfang an das Gefühl, überall willkommen zu sein. Die vielen Einladungen zu religiösen Zeremonien, in Heimatdörfer zum Kennenlernen der Familie und selbst zu Hochzeiten ermöglichen es mir, den indonesischen Alltag hautnah mitzuerleben. Ich fühle mich sehr glücklich, dies erleben zu dürfen!

Neben meiner Mitarbeit im Management unterstütze ich einmal wöchentlich den Englischunterricht in einem Flüchtlingscamp in Yogyakarta, wo ich auf einzigartige Persönlichkeiten und außergewöhnliche Geschichten traf. Diese persönlichen Begegnungen mit Flüchtlingen hauptsächlich afghanischen Ursprunges berührten mich zutiefst und lehrten mich mein sorgenfreies Leben in Europa wieder wertzuschätzen, vergessen wir doch allzu oft dafür dankbar zu sein, was wir besitzen. Wir lesen darüber in Zeitungen, Büchern, sehen Bilder in den Nachrichten und im Internet – aber es ist ein völlig anderes Gefühl, ein unbeschreibliches und prägendes Erlebnis, vor diesen Menschen zu stehen, ihren Geschichten zu lauschen, den Schmerz in ihren Gesichtern, ihren Augen zu lesen und mit ihnen mitzufühlen.

Kurzum: Jeden Tag aufs Neue außergewöhnliche Erlebnisse, die mich fordern, aber auch stärken!

Erfahrungsbericht Hannes Boschitz - Nias

Der Abschied fiel schwer. 5 Monate sind zwar nicht genug, um ein Land und seine Leute "wirklich" kennen zu lernen, doch genug um das Land zu sehen, Menschen auch in abgelegenen Dörfern zu besuchen, mit ihnen zu arbeiten und die Zeit zu finden, mit ihnen Feste zu feiern. Der Freiwilligeneinsatz der Caritas Österreich, der mich von Juni bis November 2013 nach Indonesien geführt hat, ließ mich in die traditionelle Lebenswelt der Indonesier eintauchen. Ich habe die größeren Städte Jakarta, Medan und Yogyakarta besucht, aber auch Zeit in kleinen Dörfern verbracht, die nur zu Fuß erreichbar sind.

Indonesien - ein Land voller Kontraste, Überraschungen und Möglichkeiten. Hier fünf Monate zu verbringen stellt eine Herausforderung dar, aber genau  das macht es so spannend . Der Einstieg war ein 2-wöchiger indonesisch-Sprachkurs in Yogyakarta (Java), wo ich mir die wichtigsten Basics der indonesischen Sprache aneignen konnte. Ich habe bei einer lokalen Familie gelebt und somit viel Wissenswertes über Land und Kultur gelernt. Die folgenden Monate arbeitete ich in der Caritas Keuskupan Sibolga auf der kleinen Insel Nias, im äußersten Westen Indonesiens. Die Insel bzw. das Gebiet Nord-Sumatra erlangte traurige Bekanntheit durch den verheerenden Tsunami vom 26. Dezember 2004, welcher an den Küstengebieten des Indischen Ozeans über 230.000 Menschenleben forderte.  Drei Monate später zerstörte ein verheerendes Erdbeben große Teile Nias - Straßen- und Elektrizitätsinfrastruktur sowie unzählige Wohn- und Nutzgebäude wurden vollkommen zerstört. Die Partnerorganisation der Caritas Österreich, Caritas Keuskupan Sibolga (CKS), begann im Januar 2005 mit den Wiederaufbauprojekten im Westen der Insel. Gemeinsam mit der betroffenen Bevölkerung wurden im Zeitraum von 2005 bis 2009 hunderte Wohnhäuser gebaut, sowie Pflegeeinrichtungen und Schulzentren wiederaufgebaut. Während diese Projekte in den von den Naturkatastrophen besonders betroffenen Gebieten umgesetzt wurden, wurde  in der Zwischenzeit auch an Projekten zur langfristigen Rehabilitation lokaler Existenzgrundlagen gearbeitet, die heute den Arbeitsschwerpunkt der CKS bilden.

Da ich in die unterschiedlichen Projekte eingebunden war, glich auch kein Arbeitstag dem anderen. Unter anderem habe ich verschiedene Reports verfasst, Events (wie z.B. Landwirtschaftsseminare, Meetings etc.) organisiert, Marketingstrategien für den Verkauf lokaler Produkte mitentwickelt. Nebenbei hatte ich Zeit für meine Diplomarbeit zu forschen, in welcher ich der Frage nachging in wie weit die betroffene Bevölkerung in die konkreten Wiederaufbauprojekte eingebunden war. Es war für mich sehr interessant in einem multikulturellen Arbeitsteam zu arbeiten, in dem Lösungsansätze und Arbeitsprozedere im Generellen stark vom ‚westlichen Verständnis‘ abweichen. Diese Herausforderung habe ich gerne angenommen. Die Teammitglieder haben viel voneinander lernen können: Es gab nicht den einen richtigen Weg, sondern jeder und jede Einzelne konnte seine/ihre Meinung einbringen. Konflikte wurden höflich ausdiskutiert; gilt ja in ganz Indonesien Konfrontationen weit möglich zu umgehen. Man kann Probleme zwar anzusprechen, jedoch soll zu jeder Zeit gewährleistet sein, dass beide Parteien ihr Gesicht wahren können.

In meiner Zeit in Indonesien bin ich viel herumgekommen: Ich habe viele abgeschiedene Dörfer besucht, mir kleine landwirtschaftliche Betriebe angesehen, gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung Feste gefeiert. Ich bin durch  Flüsse im Dschungel gewatet, hätte OrangUtans im Wald die Hand schütteln können (aber verboten), habe in Dörfern am Boden geschlafen,  mich in Flüssen gewaschen, indonesische Varianten von Kaiserschmarren und Wiener Schnitzel gekocht und Berge erklommen.

Alles in allem eine unglaublich bereichernde Erfahrung: Auf das Wesentliche konzentriert und doch so vielfältig und erhellend. Ich habe das Leben auf der Insel Nias sehr genossen: das Unbeschwerte, das Freundliche, das Offene, das Zusammensein, den Austausch zwischen Kulturen. Ich lernte das Warten schätzen (= indonesische Rubber-Time; fix ausgemacht heißt noch nicht, dass es auch tatsächlich stattfindet). Ich war fasziniert von den Farben der Stadt (Verkaufsstände mit Obst, Essen, Schnickschnack, Kleidung und Süßigkeiten prägen das Stadtbild entlang der Straßen), von den Farben der ländlichen Gebiete (das saftige Grün des Waldes; das sanfte Braun der Holzhäuser und Böden). Ich genoss es von ‚Fremden‘ angesprochen zu werden und dann die erstaunten Gesichter der Menschen zu sehen, die von meinem guten Indonesisch-Kenntnissen überrascht waren.