Erfahrungsbericht Julia Hasenauer - Einer unserer schönsten Momente in Kenia/Afrika

Wir landeten am 23. September 2013 und wurden am Flughafen von zwei Missionsschwestern abgeholt und konnten unsere erste Nacht in deren Compound in Nairobi verbringen. Am nächsten Morgen brachte uns ein Mitarbeiter in das „Rehabilitation centre for disabled children (little daughters of St. Joseph) in Ol’Kalou“.

Unter der Leitung der italienischen Ordensschwester Sister Stefana Furlan, wurde die Möglichkeit eines Schulbesuches für ca 300 Kinder, im Alter von drei bis 18 Jahren, geschaffen. 130 dieser Kinder leiden an orthopädischen und/oder neurologischen Beeinträchtigungen. Um diese bestmöglich zu betreuen, leben die Kinder während des Schuljahres auf dem Compound und erhalten täglich Physiotherapie.
In der ersten Woche begleiteten wir ein vierköpfiges, italienisches Ärzteteam, welches zwei Mal jährlich das Rehabilitationszentrum besucht, die Kinder untersucht und gegebenenfalls operiert.
Während unserer Reise nach Ol Kalou in Kenia, gab es einige sehr bewegende Momente und Erlebnisse. Zu den emotionalsten Situationen führte meistens die Arbeit mit den Kindern. Trotz der teilweise schweren Behinderungen konnten uns die Kids mit ihrem Lächeln, mit ihrem Gesang und ihrem Tanz stets anstecken und uns verzaubern.

Am Ende unserer ersten Woche wurden wir gemeinsam mit dem italienischen Ärzteteam in den Speisesaal des Rehabilitationszentrums eingeladen und zu unserer Überraschung haben die Kinder gemeinsam mit ihren Betreuern und den Nonnen ein Fest für uns veranstaltet. Und wieder konnten wir das afrikanische Rhythmus- und Taktgefühl miterleben und bewundern. Mit welcher Freude und Ausstrahlung die Kids singen und tanzen führte zu einem unvergesslichen und sehr bewegenden Moment. Doch einfach Zusehen war bei diesem Fest zu wenig, die Kinder wollten sehen wie wir „Weiße“ tanzen. Nach und nach wurden wir auf die Bühne geholt und unter lautem Gelächter versuchten wir die afrikanischen Kinder von unserem Tanzstil zu überzeugen.
Dieses Fest gehört sicherlich zu unseren schönsten Momenten während unserer Reise und wir sind dankbar diese Menschen und das richtige Afrika kennengelernt zu haben.