Eine warme Mahlzeit pro Tag - Bulgarien

Kinder stehen in einer Gruppe zusammen.

Foto: Caritas

Banya ist ein kleines Bergdorf in Südbulgarien. Die Arbeitslosigkeit ist sehr hoch und in vielen Familien reicht das Geld nicht immer  für eine warme Mahlzeit am Tag. Um für ihre Familien sorgen zu können, gehen viele Eltern ins Ausland arbeiten. Die Kinder bleiben dann bei einem Elternteil oder überforderten Verwandten zurück. Eine Sozialarbeiterin arbeitet seit 2013 mit  den Familien und Kindern im Dorf. "In meiner Arbeit mit den Kindern geht es vor allem darum schulischen Problemen entgegenzuwirken, Verlassenheitsgefühle aufzuarbeiten und zu vermindern und den Kindern wieder Sicherheit und Selbstvertrauen zu geben.", berichtet die Sozialarbeiterin Maria Dimitrova.

Neue Schulküche eingerichtet

Um die Situation der Kinder in Banya zu verbessern hat die Caritas gemeinsam mit der Gemeinde auch eine Schulküche eingerichtet. Hier bekommen die Kinder täglich nach dem Unterricht eine warme Mahlzeit. Weiters werden die Schulkinder mit Unterrichtsmaterial, Schulbüchern unterstützt. Besonders wichtig sind Freizeitaktivitäten und eine sinnvolle Freizeitgestaltung.  Fast alle schulpflichtigen Kinder besuchen nun die Grundschule und immer mehr SchülerInnen schaffen den Abschluss.

Ivan (14) geht zur Schule

Auch der Vater des 14jährigen Ivans hat Banya auf der Suche nach Arbeit verlassen. Zurzeit hat er einen Job als Erntehelfer und kann seine Familie finanziell unterstützen. Doch oft kann Ivans Vater kein Geld nach Hause schicken. Die Familie ist froh, dass zumindest Ivan und seine schulpflichtigen Geschwister eine warme Mahlzeit in der Caritas Schulkantine erhalten. Ivan geht regelmäßig zur Schule und lernt fleißig, denn er hat ein Ziel: er möchte die Schule abschließen und Maurer werden.