Ein Nest für Kinder - Republik Moldau

Kinder beim Essen

In Tiraspol, der Hauptstadt von Transnistrien im Osten der Republik Moldau, kümmert sich das Krisen- und Tageszentrum der Caritas um Kinder in Not. Die Schützlinge sind zwischen 6 und 14 Jahre alt, kommen von der Straße, aus staatlichen Heimen oder sozial benachteiligten Familien. 

 

Fast ein Viertel der arbeitsfähigen Bevölkerung hat das ärmste Land Europas verlassen, um woanders zu arbeiten. Viele Kinder bleiben bei den Großeltern zurück - oder sie landen auf der Straße. Um diesen Kindern die Chance auf eine bessere Zukunft zu geben, betreibt die Caritas in Tiraspol das Krisen- und Tageszentrum "Petrushka". 25 Buben und Mädchen können hier rund um die Uhr wohnen, bis zu 40 weitere besuchen täglich das Tageszentrum. Die Schützlinge sind 6 bis 14 Jahre und kommen von der Straße, aus Heimen oder ärmsten Familienverhältnissen.

Die Buben und Mädchen können hier in Ruhe und mit Unterstützung erfahrener PädagogInnen ihre Hausaufgaben machen, malen und basteln, Puppentheater spielen oder den PC-Workshop besuchen. In der warmen Jahreszeit stehen ihnen der hauseigene Spielplatz und die Parks der Stadt offen.

Auch Mischa und Sascha kommen täglich ins Zentrum „Petrushka“. Sie leben mit ihren Eltern in einem 17m² kleinen Zimmer. Zum Hausaufgaben-Machen ist für die Kinder daheim kein Platz. Im Haus "Petrushka" erhalten sie ein warmes Mittagessen, Lernhilfe, psychologische und medizinische Betreuung sowie ein geregeltes Freizeitprogramm. Wenn im Winter daheim die Heizung nicht funktioniert, verbringen die Kinder häufig auch die Nacht im Kinderzentrum. 

Zusätzlich sind an das Haus „Petrushka“ noch sogenannte „Social apartments“ angeschlossen. Das sind drei Zimmer mit Kochnischen, in denen jeweils zwei Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien für die Zeit ihres Studiums oder ihrer Berufsausbildung wohnen können. Die Sozialarbeiterin und die Psychologin aus dem Haus „Petrushka“ begleiten diese Mädchen und Burschen auf ihrem Weg in die Selbständigkeit durch ein breit gefächertes „Life skills“ – Programm und helfen ihnen bei Problemen im Alltag oder in der Ausbildung. Zur Finanzierung ihres Lebensbedarfs erhalten die jungen Menschen ein kleines monatliches Stipendium.

Eines der wichtigsten Ziele des Hauses "Petrushka" ist es, Kinder wie Mischa und Sascha vor einem Schulabbruch zu bewahren, denn nur ein Schulabschluss ermöglicht ihnen Weiterbildung und Chancen am Arbeitsmarkt.  Für Kinder aus besonders prekären Verhältnissen, die fix im Haus untergebracht werden, ist das Ziel die Reintegration in ihre Familien: Durch intensive Gespräche mit den Kindern, Eltern und Schulbehörden, Unterstützung bei Erziehungsfragen und die liebevolle Fürsorge der BetreuerInnen werden Familien erfolgreich zusammengeführt. Da in vielen Familien die finanziellen Mittel für den Schulbesuch der Kinder einfach fehlen, werden sie mit Kleidung und Schulmaterialien unterstützt. Viele der kleinen BesucherInnen erhalten im Haus "Petrushka" erstmals liebevolle Fürsorge und erfahren, was emotionale Wärme bedeutet. So gewinnen sie wieder Vertrauen in andere Menschen - und können einfach wieder Kind sein.

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