Orthopädische Operationen für Kinder mit Behinderung - DR Kongo

Das Leben vieler Menschen in der Demokratischen Republik Kongo ist nach wie vor von jahrelangen Kriegen, Korruption und Misswirtschaft geprägt. Ein Großteil der Bevölkerung des Landes lebt in Armut und das staatliche Sozial- und Gesundheitssystem ist nur rudimentär ausgebaut und faktisch nicht funktionsfähig. Unter diesen Umständen haben es Menschen mit Behinderungen besonders schwer.

Oft herrscht in der Familie Scham beim Aufziehen eines Kindes mit Behinderung. Außerdem spielen wirtschaftliche Sorgen eine große Rolle, da eine nötige Operation nicht leistbar ist. Die beeinträchtigten Kinder befinden sich aufgrund der Folgen ihrer Behinderung (weil sie z.B. nicht in die Schule gehen können) in einer ständigen Abhängigkeit von ihrer Familie.

In einigen von der Caritas Österreich unterstützten Zentren in der Provinz Katanga erhalten Kinder mit körperlichen Behinderungen orthopädische Operationen und professionelle Nachbetreuung. Die Patienten leiden meist an Lippenspalten, Klumpfüßen oder Fußfehlstellungen und sind somit nachhaltig beeinträchtigt. Sie erhalten notwendige Operationen, Therapien sowie lokal gefertigte orthopädische Hilfsmittel. Die Operationen werden von einem Team aus Ärzten der belgischen Organisation "Ärzte ohne Ferien", aber auch von ausgebildeten Chirurgen aus Katanga durchgeführt. Um die oft versteckt lebenden Kinder zu erreichen und um betroffene Familien auf die Möglichkeit einer Operation aufmerksam zu machen, fährt ein Team regelmäßig besonders in entlegene Dörfer. Seit dem Jahr 2012 konnten durch diese Maßnahmen 119 Kinder wieder gehen und haben dadurch nachhaltig Selbständigkeit erlangt.

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