Lernen auf der Flucht - Libanon, Jordanien

Die Krise in Syrien ist die größte Flüchtlingskatastrophe des 21. Jahrhunderts. Mehr als 4 Millionen Menschen sind bereits in die Nachbarländer Libanon, Jordanien und die Türkei geflohen. Die Hälfte der Flüchtlinge sind Kinder. Es droht das Risiko einer sogenannten "verlorenen Generation", also einer ganzen Generation, die ohne Schul- und Berufsausbildung aufwächst und somit wenig Chancen auf eine gelungene Zukunft hat. Nahezu eine halbe Million der syrischen Flüchtlingskinder in den Nachbarländern besucht derzeit keine Schule. Um ihnen Zukunftsperspektiven zu ermöglichen, müssen sie wieder in das Bildungssystem integriert werden. Zusätzlich sind die Kinder aufgrund ihrer Flucht zumeist stark traumatisiert.

Gemeinsam mit den Partnerorganisationen Caritas Libanon und der Caritas Jordan setzt die Caritas Österreich mit einem ganzheitlichen regionalen Bildungsprogramm auf einen neuen Handlungsansatz. Die Kinder werden in ihrer Gesamtheit erfasst und betreut, d.h. es wird nicht nur darauf geachtet, dass sie den Unterricht besuchen, sondern auch, dass sie selbigem kognitiv und emotional folgen können. Darüber hinaus bietet die Caritas für die Eltern der Kinder Weiterbildungsprogramme (beispielsweise Schreib- und Rechenkurse, Hauswirtschaftslehrgänge, Computer-Kurse) an, um die Lebensgrundlagen der gesamten Familien zu verbessern und somit das Umfeld der Kinder nachhaltig zu stärken. Damit wird auch versucht zu verhindern, dass die Buben und Mädchen statt die Schule zu besuchen, arbeiten gehen müssen. Ebenso wird über gemeinsame Aktivitäten, wie zum Beispiel gemischte Sportteams, mit Kindern aus der Gastgemeinde die Integration der syrischen Kinder gefördert. In der 3-jährigen Laufzeit des Projekts werden so 8.400 Kinder unterstützt.

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