Sachspenden für Hilfe im Inland

Wir freuen uns über Sachspenden, die sauber, gut erhalten und brauchbar sind. Über die Caritas können in ganz Österreich Sachspenden abgegeben werden.

Besonders sinnvoll sind Bekleidung, Schuhe, Baby- und Kinderartikel, Sportartikel, Decken, Bettwäsche, Steppdecken, Geschirr, Spielsachen, Gebrauchsgegenstände, Kleinmöbel, antike Möbel, Raritäten. Bei Lebensmittelspenden bitte unbedingt das Ablaufdatum beachten. Die Lebensmittel müssen bei Abgabe mindestens noch eine Woche haltbar sein, und sie sollten originalverpackt sein.

Auch Handels- und Erzeugerbetriebe, die ihr Lager räumen und dabei gleichzeitig Gutes tun wollen, sind herzlich willkommen.

Sachspenden für die Hilfe im Ausland

In Katastrophenfällen reagiert die Caritas umgehend und liefert die notwendigen Hilfsgüter in die betroffenen Gebiete. Wenn möglich, werden diese vor Ort besorgt. Der Transport von Sachspenden in weit entfernte Länder ist äußerst kostenintensiv und die Transportkosten übersteigen oft den Wert der Waren. Deshalb verwendet die Caritas Ihre gespendete Ware hauptsächlich, um Menschen in Not in Österreich und im nahen Ausland zu helfen. Transporte von Hilfsgütern von Österreich in weit entfernte Katastrophengebiete werden nur durchgeführt, wenn vor Ort keine Möglichkeit des Einkaufs gegeben ist.

Kleiderspenden

Von jeher sammelt die Caritas Kleider, die von Menschen gespendet werden, um anderen Menschen, die sich neue Kleider nicht leisten können, zu helfen. In sehr vielen Einrichtungen überall im Bundesgebiet, Anlauf- und Beratungsstellen der Caritas werden Kleider gesammelt und verteilt, ebenso über das Netz der Pfarrcaritas. Der professionalisierte Bereich der Sammlung erfolgt über dieCarlas. Carla ist ein Caritas Laden, in dem gebrauchte und gute Ware gesammelt und an bedürftige Menschen gratis ausgegeben oder zum Verkauf angeboten wird. Die hier formulierten Mindeststandards haben für diese Läden Geltung, die Sammlung im Rahmen der regionalen, kleinräumlich orientierten Caritas-Arbeit, etwa auf pfarrlicher Ebene, ist davon ausgenommen.

Während früher gerade so viele Kleidungsstücke und Schuhe gesammelt wurden, wie auch unmittelbar an arme Menschen verteilt werden konnten, hat die Sammlung von Kleidern heute Dimensionen angenommen, die weit über das hinausgehen, was zur Basisversorgung oder bei Katastrophen benötigt werden könnte. Das hat umfassende Auswirkungen auf die Altkleidersammlung insgesamt und macht neue und erweiterte Zielsetzungen notwendig. Hierbei sind wir uns bewusst, dass der Bereich der Verwertung von Gebrauchttextilien nicht unumstritten ist, so sind wir in der Praxis immer wieder aufgefordert, unsere Standards neu anzupassen.

Ziele im sozialen Bereich

Alle gespendeten Textilien kommen direkt oder indirekt karitativen Zwecken zu Gute.

  • Kleiderspenden werden direkt und kostenlos an Menschen in Not im In- und Ausland ausgegeben (Basisversorgung, aber etwa auch bei Katastrophen)
  • In den Carlas werden gespendete Kleider gratis ausgegeben (v.a. über Gutscheine) und verkauft (second hand). Diese Läden sind für alle Menschen offen.
  • Die Carlas leisten einen Beitrag zur Armutsprävention, weil einkommensschwache Personen zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis einkaufen können.
  • Mit den gespendeten Textilien wird Arbeit in den Bereichen Sammlung, Sortierung, Entsorgung und Verkauf für am Arbeitsmarkt benachteiligte Personen geschaffen. Angesichts der Tatsache, dass es immer weniger Arbeitsplätze für gering qualifizierte Personen gibt, stellt dies einen beachtlichen Mehrwert dar.
  • Die nicht regional verwertbaren Textilien werden verkauft. Der Erlös wird für soziale Projekte im In- und Ausland verwendet. Aus der Sachspende wird so eine Geldspende gemacht.

Ziele im ökologischen Bereich

  • Als Grundprinzip gilt: "Wiederverwendung vor Recycling": Überall dort, wo die Caritas gespendete Kleidung weiter verarbeitet, wird die tragbare Kleidung aussortiert und einer Wiederverwendung zugeführt. Mit unserer Tätigkeit unterstützen wir maßgeblich die Umsetzung der EU-Abfallrahmenrichtlinie (Richtlinie 2008/98/EG). Es soll eine möglichst restlose Verwertung erreicht werden.
  • Ware, die recycle-fähig ist, wird sortiert, um sie als Grundmaterial für die Rohstoffindustrie (Alttextilien zu Dämmmaterial, Putzlappen, etc.) zu verarbeiten bzw. zu verkaufen. Die Recycling-Ströme werden gut und möglichst weitgehend aufgearbeitet, wodurch Abfall in einem erheblichen Ausmaß vermieden wird.
  • Mit der Altkleidersammlung leisten wir einen erheblichen Beitrag zur regionalen Wertschöpfung (z.B.: wenn Ware in der Region verkauft wird, können Transportwege kurz gehalten werden; Arbeitsplätze in der Sortierung und im Verkauf werden geschaffen und Menschen bei ihrem Weg aus der (Langzeit-)Arbeitslosigkeit unterstützt, wodurch die Kaufkraft gestärkt wird).
  • Die Caritas-Altkleidersammlung ermöglicht es allen beteiligten Menschen (Kunden und Kundinnen, Mitarbeitende, SpenderInnen), einen Beitrag zur Nachhaltigkeit (ökologischer Fußabdruck) zu leisten.
  • Nicht recyclebare Ware wird entsprechend dem Abfallwirtschaftsrecht fachgerecht entsorgt.

Mit der Altkleidersammlung leistet die Caritas einen Beitrag zur Schonung der Umwelt und zur nachhaltigen Nutzung von Ressourcen.