Versöhnung durch Sport in Burundi

Hunderttausende Menschen sind seit der Unabhängigkeit Burundis im Jahr 1962 gewaltätigen Konflikte zwischen befeindeten Volksgruppen zum Opfer gefallen. Ein Projekt der Caritas trägt nun durch Sport zur Versöhnung zwischen Hutus und Tutsis bei.

Wie das Nachbarland Ruanda hat auch Burundi eine leidvolle Geschichte: Seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1962 stehen einander die Volksgruppen der Hutu und Tutsi feindselig gegenüber. In den immer wieder aufflackernden Auseinandersetzungen wurden hunderttausende Menschen getötet. Seit der umstrittenen Wiederwahl des Präsidenten 2015 hat politisch motivierte Repression in der Bevölkerung stark zugenommen und vor allem Jugendliche sind aufgrund mangelnder Bildung, mangelnder sozioökonomischer Chancen und Arbeitslosigkeit leicht beeinflussbar

Friedliche Konfliktlösungen lernen

In einem Projekt der Caritas Steiermark werden Jugendliche und junge Erwachsene, die verschiedenen politischen Parteien und ethnischen Gruppierungen angehören und von Arbeitslosigkeit betroffen sind, dazu motiviert, sich über Sport in Gewaltfreiheit zu üben. Die in den Wettkämpfen immer wieder auftretenden Konflikte werden nachbesprochen und reflektiert und anschließend in Workshops weiter verarbeitet. In den Workshops treffen die Teilnehmer auf Witwen und deren leidvolle Erfahrungen aus der Zeit des Bürgerkrieges. Mittels Techniken der gewaltfreien Kommunikation und friedlicher Konfliktlösung werden die Teilnehmer angeregt, sich mit eigenen Verletzungen sowie den Konfliktfeldern im Alltagsleben auseinanderzusetzen. Die Workshops sollen auch mithelfen, dass die jungen Menschen aus tradierten Denk- und Handlungsmustern ausbrechen und sich dabei neue Werte aneignen können.

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