Sicherung der Lebensgrundlagen

Katastrophenvorsorge wird als fundamentaler Teil der Humanitären Hilfe und der langfristigen Entwicklungszusammenarbeit angesehen. Die LänderreferentInnen der Caritas Österreich verfolgen einen gesamtheitlichen Ansatz. Speziell in chronischen Krisengebieten wie z.B. Ost- und aber auch Westafrika gilt es vor allem die Widerstandskraft aufzubauen und vorbeugend auf wiederkehrende Bedrohungen zu reagieren.

Stärkung der Widerstandskraft

Zahlreiche lang andauernde Konfliktsituationen haben gezeigt, dass die idealtypische zeitlich lineare Abfolge von Nothilfe bis zur Entwicklungszusammenarbeit nicht der Realität in vielen Situationen entspricht. So versucht die Katastrophenhilfe der Caritas Österreich, die akuten Bedürfnisse zu befriedigen und gleichzeitig Strukturen zu schaffen, die Entwicklung ermöglichen. Die Stärkung der Widerstandskraft der Betroffenen hilft, künftigen Krisen gestärkt zu begegnen. 

Für die Phase der Nothilfe sollten daher folgende Kriterien erfüllt werden:

  • Die Durchführung und Begleitung der verschiedenen Projektphasen wird nicht unter verschiedene Akteure aufgeteilt, sondern liegt in einer Hand.
  • Die Zielgruppen beteiligen sich an der Planung der Projektmaßnahmen von Anfang an.
  • Strukturen und Fähigkeiten zur Selbsthilfe werden bei der Nothilfe und dem Wiederaufbau einbezogen, gestärkt und weiterentwickelt.
  • Wenn möglich erfolgt die Hilfe über lokale Partnerorganisationen, zu deren Vernetzung die Projekte beitragen.
  • Es werden in der Regel keine isolierten Einzelmaßnahmen gefördert, vielmehr wird frühzeitig versucht integrierte Programme, die eine umfassende Verbesserung der Lebensbedingungen zum Ziel haben, zu planen und durchzuführen.