Konflikt in Bergkarabach - Jetzt spenden!

Der eingefrorene Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan ist am 27. September 2020 wieder aufgebrochen und zeigt sich von seiner grausamsten Seite.

Zerrüttetes Armenien

Seit Wochen gibt es erneute gewaltvolle Gefechte inklusive Angriffe mit Bomben. Es gibt zahlreiche verletzte Menschen und mehrere Tote. Die seit Jahrhunderten von ArmenierInnen besiedelte Region Bergkarabach gehört völkerrechtlich seit der Sowjetzeit zu Aserbaidschan. In einem Krieg nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in den 90er Jahren verlor Aserbaidschan die Kontrolle über das Gebiet. Es wird heute ausschließlich von ArmenierInnen bewohnt (ca 150.000 Menschen). Obwohl es immer wieder zu Spannungen kam, ist der aktuelle Ausbruch an Kämpfen der schlimmste seit den 90er – Jahren.

Derzeit zeichnet sich jedoch keine Entspannung der Situation ab. Im Gegenteil, die Kämpfe werden immer intensiver und die täglichen Opferzahlen steigen.

Drohende interne Flüchtlingsbewegung

Dass der Konflikt nun auf den Schultern der Menschen, die in dem Gebiet wohnen, ausgetragen wird, ist eine humanitäre Katastrophe. Sollten die Kämpfe nicht gestoppt werden, bleibt den BewohnerInnen aus Bergkarabach nur die Flucht.

Eine Flüchtlingsbewegung an intern vertriebenen Menschen wäre eine enorme Herausforderung für das 3 Millionen Einwohner-Land Armenien und eine Tragödie für die Menschen. Aktuell sind tausende vertriebene Familien inzwischen aus dieser Region geflüchtet.

Doch die Menschen möchten möglichst nahe ihrer Heimat, Bergkarabach, bleiben und sobald möglich wieder zurückkehren. Da viele ihre Dörfer schnell verlassen mussten, keine Ersparnisse und nun natürlich auch kein Einkommen mehr haben, sind die Menschen auf unsere Unterstützung angewiesen. 

Viele Vertriebene sind derzeit in Schulen, Kindergärten, Hotels und bei Verwandten untergebracht. Doch als wäre der Krieg nicht genug, gerät auch die COVID-19 Situation durch Flucht und die enge Unterbringung zunehmend außer Kontrolle.

Unterstützung der Caritas in der Region

Armenien ist bereits seit 2006 Schwerpunktland der Caritas Österreich. Die Caritas Nothilfe konzentriert sich auf intern Vertriebene, kurz IDPs, in den Regionen Shirak (Sitz der Caritas Armenien in Gjumri), in der Region Gegharkunik (Sewansee) und Jerewan und Ararat. In Ararat ist die Hilfe gemeinsam mit dem Catholic Relief Service in Vorbereitung. 

In der Region Shirak arbeitet die Caritas Armenien eng mit der Regionalverwaltung zusammen. Rund 15 IDP Familien wurden in den letzten Tagen von dieser an die örtliche Caritas verwiesen. Wir gehen davon aus, dass diese Zahl in den nächsten Tagen steigt.

Die Caritas betreut diese Familien mit Lebensmittel, Hygieneartikel, und psychologischer Unterstützung. Und bereitet sich auch darauf vor, dass in den kommenden Wochen zusätzlich dazu auch Miet- und Heizkostenzuschüsse leisten muss. Die Winter in dieser Region sind sehr hart und bitterkalt mit bis zu minus 30 Grad.

So hilft die Caritas vor Ort 

  • Lebensmittel- und Hygienepakete für intern Vertriebene 
  • Verteilung von warmer Winterkleidung 
  • Unterkunft und Mietkostenzuschüsse
  • Heizkostenzuschüsse für die kalten Wintermonate
  • Psychologische Betreuung von Vertriebenen 
  • Monetäre Hilfeleistung (Cash Assistance) 

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Der eingefrorene Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan ist wieder aufgebrochen und zeigt sich von der grausamsten Seite. Wir sind vor Ort und helfen.