Krieg im Jemen

Die vergessene Katastrophe

Seit Beginn des Krieges 2014/15 hat sich die humanitäre Lage im Jemen weiter dramatisch verschlechtert. Nach UN-Angaben benötigen 24 Millionen Menschen im Land, das entspricht 80 Prozent der Bevölkerung, humanitäre Hilfe. Über 14 Millionen Menschen sind von einer Hungersnot bedroht, mehr als die Hälfte davon sind Kinder. 3,2 Millionen Menschen benötigen dringende Behandlung wegen Unterernährung, darunter 2 Millionen Kinder unter fünf Jahren. Krankenhäuser und Infrastruktur sind zu großen Teilen zerstört, weniger als die Hälfte aller medizinischen Einrichtungen im Jemen sind noch in Betrieb. UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock mahnt vor dem Weltsicherheitsrat: "Wir verlieren den Kampf gegen den Hunger" und spricht von der größten humanitären Katastrophe unserer Zeit. Eine Lösung des Jemen-Konfliktes ist aufgrund der komplexen Lage im Lande in näherer Zeit leider nicht in Sicht.

So hilft die Caritas

Die Caritas Österreich unterstützt ein Projekt zur Versorgung stark unterernährter Kinder und Familien. Bargeldhilfen ermöglichen es den Menschen, sich wieder mit Lebensmitteln und anderen dringend benötigten Gütern einzudecken. Das Projekt wird von einer Partnerorganisation durchgeführt, die aufgrund der angespannten Sicherheitslage verdeckt arbeiten muss. Projektspezifische Details müssen wir hier ebenso aus Sicherheitsgründen aussparen.

  • Ein Mann erhält nach Übergabe des Vouchers Nahrung für seine Familie. © DEC

    Ein Mann erhält nach Übergabe des Vouchers Nahrung für seine Familie. © DEC

  • Disasters Emergency Committee Chief Executive Saleh Saeed hilft einem Mann beim Tragen der Nahrung. © DEC

    Disasters Emergency Committee Chief Executive Saleh Saeed hilft einem Mann beim Tragen der Nahrung. © DEC

  • © DEC

    © DEC

  • Die Geschwister Assel und Alyaa sind zwei von zehntausenden Kindern, die auf wichtige Nahrungsmittelspenden angewiesen sind.© DEC

    Die Geschwister Assel und Alyaa sind zwei von zehntausenden Kindern, die auf wichtige Nahrungsmittelspenden angewiesen sind.© DEC

  • © DEC

    © DEC

  • Assel und Alyaa mit ihrem Vater und dem jüngsten Kind der Familie vor dem Haus. Nahrungsmittel sind für sie aufgrund der hohen Preise nicht leistbar.© DEC

    Assel und Alyaa mit ihrem Vater und dem jüngsten Kind der Familie vor dem Haus. Nahrungsmittel sind für sie aufgrund der hohen Preise nicht leistbar.© DEC

So wirkt Ihre Spende: Rafi geht es wieder besser

Rafi ist eines der zwei Millionen Kinder im Jemen, die an den Folgen von Hunger- und Unterernährung leiden. Die geschwächten Körper der Kleinen sind weit anfälliger für Krankheiten, eine Durchfallerkrankung hätte Rafi beinahe das Leben gekostet. 

Seine Mutter Habiba brachte ihn zum Glück gerade noch rechtzeitig zu unserer Partnerorganisation im Jemen, wo er medizinisch behandelt wurde. Nicht alle Kinder haben so viel Glück wie Rafi. Weniger als die Hälfte der medizinischen Einrichtungen im Jemen sind noch in Betrieb, die Menschen haben ihre Ersparnisse aufgebraucht. Für die meisten Menschen geht es nur noch ums nackte Überleben. 

Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie die Versorgung von stark unterernährten Kindern und ihren Familien.
Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!