Portrait Mädchen mit Migrationshintergrund

Humanitäre Aufnahme und Integrationsunterstützung für syrische Flüchtlinge

Gemeinsam bieten Caritas, Diakonie und Rotes Kreuz für rund 400 Flüchtlinge aus Syrien, die in Österreich im Rahmen des Resettlement-Programmes aufgenommen werden, Beratung und Begleitung an.

Die Situation der syrischen Flüchtlinge bleibt weiterhin dramatisch. Beinahe die Hälfte der syrischen Bevölkerung ist auf der Flucht. Laut Angaben des UN-Flüchtlingshochkommissariats UNHCR sind mittlerweile 5,5  Millionen Syrerinnen und Syrer in die Nachbarländer des Bürgerkriegslandes und weiter geflüchtet.

Viele Länder haben sich daher bereit erklärt im Rahmen von humanitären Aufnahme- oder Resettlementprogrammen Flüchtlinge aus den Erstzufluchtsländern um Syrien aufzunehmen, um diesen Menschen eine Chance zu geben, für sich und ihre Familien eine neue Zukunft aufzubauen. Auch die Österreichische Bundesregierung hat auf die humanitäre Katastrophe in Syrien reagiert und entschieden, insgesamt 1900 Flüchtlingen im Rahmen von drei humanitären Aufnahmeprogrammen Zuflucht in Österreich zu gewähren.

Die Aufnahme der ersten 500 Flüchtlinge wurde im August 2013 angekündigt. Diese Personen sind bis Frühjahr 2014 in Österreich eingetroffen und wurden hier als Flüchtlinge anerkannt. Etwa 250 Flüchtlinge werden durch Familienangehörige und diverse Pfarren aufgenommen, die Hälfte wird seit Sommer 2014 von Caritas, Diakonie und Rotem Kreuz bei der Integration  unterstützt.

Die Aufnahme der weiteren 1.000 Flüchtlinge hat 2015 begonnen. Etwa 400 syrische Flüchtlinge hatten Familienanbindung in Österreich. 600 Personen wurden von UNHCR unter den in Jordanien, der Türkei und den im Libanon registrierten Flüchtlingen ausgewählt.

Ende 2016 startete das dritte Humanitäre Aufnahmeprogramm (HAP III), in welchem bis Herbst 2017 400 weitere syrische Flüchtlinge aus Jordanien und der Türkei aufgenommen werden sollen.

Die Auswahl erfolgt nach internationalen Kriterien basierend auf der Schutzbedürftigkeit der Personen und umfasst im Falle von HAP III vor allem Menschen, die in Österreich Angehörige haben.

Die ARGE Resettlement – bestehend aus Caritas, Diakonie und Rotem Kreuz – bietet diesen Flüchtlingen Integrationsmaßnahmen, um sie bei ihrer Ankunft in Österreich zu unterstützen. Denn die Ankunft in Österreich ist nur der erste Schritt auf einem langen Weg, den die Flüchtlinge aus Syrien in ihrer neuen österreichischen Heimat zu bewältigen haben: Die Orientierung in einem fremden Umfeld, der Umgang mit Traumatisierungen, das Erlernen einer neuen Sprache, die Suche nach Arbeit, nach Ausbildung, nach Schulplätzen für ihre Kinder – diese und viele andere Fragen beschäftigen die Neuankömmlinge nach ihrer Ankunft.

Daher bietet die ARGE Resettlement eine Reihe von Maßnahmen zur Unterstützung dieser besonders schutzbedürftigen Menschen. Diese umfassen unter anderem Deutsch- und Alphabetisierungskurse, Bildungs- und Berufsberatung, Unterkunftsberatung oder auch Hilfe bei der Suche nach Schulplätzen für schulpflichtige Kinder sowie Unterstützung bei der Arbeitsmarktintegration und stabilisierende psychosoziale Maßnahmen, die das Leben mit Traumatisierungen bis eine Therapie begonnen werden kann, zu erleichtern und dadurch Integration zu unterstützen.

Ziel der Integrationsmaßnahmen ist, die syrischen Flüchtlinge bei ihren ersten Schritten in Österreich bestmöglich zu unterstützen und gemeinsam die Grundsteine für ihr Leben in ihrer neuen Heimat Österreich zu legen.

Die ARGE Resettlement gemeinsam mit der Internationalen Organisation für Migration (IOM) und UNHCR plädieren seit Jahren für die Einrichtung eines regulären Resettlementprogrammes mit jährlichen Quoten in Österreich. Nähere Informationen finden Sie im folgendem PDF:

Unsere Projektpartner:

Dieses Projekt wird durch das BMEIA kofinanziert.