Jemen

Krieg im Jemen

Die vergessene Katastrophe

Seit Beginn des Krieges Ende des Jahres 2014, hat sich die humanitäre Lage im Jemen weiter dramatisch verschlechtert. Durch Covid-19 wird diese Katastrophe nun noch weiter verstärkt.

Nach UN-Angaben sind 80% der Bevölkerung, das entspricht 24 Millionen Menschen, von humanitärer Hilfe abhängig. Darunter über 12 Millionen Kinder. 

Den vom Krieg betroffenen Menschen fehlt es nicht nur an Nahrung und Hygienematerialien, auch die medizinische Versorgung und der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen sind für den Großteil der Menschen im Jemen nicht gewährleistet.

 

Wir sind dabei den Kampf gegen den Hunger im Jemen zu verlieren.

Mark Lowcock,
UN-Nothilfekoordinator

Keine Lösung in Sicht

3,2 Millionen Menschen sind von einer akuten Hungersnot bedroht, mehr als die Hälfte davon sind Kinder. Die Hälfte der jemenitischen Bevölkerung weiß nicht, woher ihre nächste Mahlzeit kommt. Sollten sich die Nahrungsmittel- und Benzinpreise weiter erhöhen, wären weitere 10 Millionen Menschen dazu gezwungen, ihre Nahrungsmittelrationen zu kürzen bzw. zu rationieren. UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock mahnt vor dem Weltsicherheitsrat: "Wir verlieren den Kampf gegen den Hunger" und spricht von der größten humanitären Katastrophe unserer Zeit. Eine Lösung des Jemen-Konfliktes ist aufgrund der komplexen Lage im Land in näherer Zukunft leider nicht in Sicht und die Situation für die Zivilbevölkerung wird von Tag zu Tag dramatischer.

Neben dem fehlenden Zugang zu Nahrung und anderen Gütern des täglichen Bedarfs, haben die betroffenen Menschen im Jemen in den meisten Fällen auch kaum bzw. keinen Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen. Krankenhäuser und die medizinische Infrastruktur sind teilweise oder ganz zerstört, weniger als die Hälfte aller medizinischen Einrichtungen im Jemen ist noch in Betrieb. 

Jemen Nothilfe

Ihre Spende rettet im Jemen Leben!

So hilft die Caritas

Die Caritas Österreich unterstützt im Jemen Maßnahmen, um von Krieg betroffenen Menschen eine medizinische Grundversorgung zu ermöglichen und es dadurch zu einer Eindämmung von Krankheiten wie Cholera oder aber auch Covid-19 kommt.

Die Caritas arbeitet dafür mit der Caritas Polen, sowie dem Polish Humanitarian Action (PHA) in der Region Aden zusammen. Da die medizinische Infrastruktur im Jemen durch den Krieg zu großen Teilen zerstört wurde, werden in diesem Projekt vier Gesundheitszentren in Breigah und At-Tawahi unterstützt, um die medizinische Grundversorgung für über 34.000 Menschen sicher zu stellen. Zusätzlich bekommen die Menschen in diesen Zentren auch Zugang zu ausreichend Wasser und Sanitär- und Hygieneeinrichtungen. Um dies zu gewährleisten, werden in den vier Gesundheitseinrichtungen Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten durchgeführt, Wassertanks sowie Rohrleitungen und Toiletten werden installiert bzw. ausgetauscht und das Abfallmanagementsystem wird verbessert.

Unterstützung vor Ort - die Hilfe kommt an!

© Caritas Poland, Polish Humanitarian Action

© Caritas Poland, Polish Humanitarian Action

© Polish Humanitarian Action

© Caritas Poland, Polish Humanitarian Action

© Caritas Poland, Polish Humanitarian Action

© Caritas Poland, Polish Humanitarian Action

So wirkt Ihre Spende: Rafi geht es wieder besser

Rafi ist eines der zwei Millionen Kinder im Jemen, die an den Folgen von unzureichendem Zugang zu sauberen Wasser und zu Hygieneeinrichtungen sowie Unterernährung leiden. Rafi konnte nach einer Durchfallerkrankung gerade noch geholfen werden. Ihm geht es nach der medizinischen Behandlung in einem der Gesundheitszentren inzwischen wieder besser. Dies machte Ihre Spende für die Menschen im Jemen möglich.

Leider haben noch immer viel zu viele Familien keinen Zugang zu medizinischer Versorgung. Weniger als die Hälfte der medizinischen Einrichtungen im Jemen sind noch in Betrieb.

Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie Kindern wie Rafi und seiner Familie den Zugang zu sauberem Trinkwasser und medizinischer Grundversorgung.
Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!