Nahost-Konflikt

Zivilbevölkerung muss geschützt werden und humanitäre Hilfe möglich sein

Eine verheerende humanitäre Krise findet im Gazastreifen statt. Die beispiellose Spirale der Gewalt, die seit dem 07. Oktober in Israel, im Gazastreifen und im Westjordanland vor allem die Zivilbevölkerung trifft, ist zutiefst zu verurteilen. 1,9 Millionen Menschen – nahezu 80% der Bevölkerung - sind in Gaza auf der Flucht vor den Bomben. Das Grundprinzip des humanitären Völkerrechts – Schutz für die Zivilbevölkerung, Schutz für humanitäre Helfer*innen und medizinisches Personal sowie Schutz der zivilen Infrastruktur – muss gewährleistet werden. Wir fordern ein Ende der Völkerrechtsverletzungen und eine sofortige Waffenruhe, um den Menschen einen sicheren und nachhaltigen Zugang zu überlebenswichtigen Gütern zu verschaffen – zu sauberem Trinkwasser, Lebensmitteln, Medikamenten, medizinischer Versorgung und Strom.

Als humanitäre Hilfsorganisation verpflichtet sich die Caritas den humanitären Prinzipien der Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität und Unabhängigkeit. Wir verurteilen jegliche Form von Gewalt und Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht. Die Konfliktparteien müssen die Zivilbevölkerung vor den Auswirkungen militärischer Operationen schützen und sicherstellen, dass die Zivilbevölkerung im Gazastreifen Zugang zu humanitärer Hilfe hat.

Unser Auftrag ist klar: Wir helfen Menschen in Not, gleich welcher Religion, Nationalität oder Herkunft.

 

Nahost-Konflikt

Hilfe für die Zivilbevölkerung im Nahost-Konflikt

Die Lage in den betroffenen Gebieten ist dramatisch. Wir sind mit unserem Partnernetzwerk in ständigem Austausch und wir sehen das unmenschliche Leid der betroffenen Zivilbevölkerung. Wir fordern die Ermöglichung von dringend benötigten Hilfslieferungen über den Rafah Grenzübergang von Ägypten wie auch die Öffnung weiterer humanitärer Korridore, damit die Menschen mit dem Notwendigsten versorgt werden können.

Andreas Knapp,
Caritas Österreich Generalsekretär

Wie wir helfen

Die Caritas Österreich unterstützt die Hilfsmaßnahmen, die vom internationalen Caritas-Netzwerk und unseren Partnern vor Ort für die Zivilbevölkerung in dem Gazastreifen geleistet werden. Unser Partner, die amerikanische Caritas (CRS) hat bereits über 21.197 Haushalte im Gazastreifen mit Bargeldhilfe unterstützt, das sind über 127.182 Menschen. Außerdem hat CRS bereits Hilfsgüter über die Rafah Grenze in den Gazastreifen gebracht und weitere LKWs mit Hilfsgütern sind geplant. An der Grenze zu Ägypten haben unsere Partnerorganisationen ein Logistikzentrum eingerichtet. 

Das CRS-Team für den Gazastreifen weitet seine Tätigkeit trotz der täglichen Bombardierungen weiter aus und steht mit weiteren Hilfen bereit:

  • Bettzeug für 2.996 Familien, Planen an 4.227 Familien und Zelte an 430 Familien wurden verteilt
  • Lebensmittelpakete für 22.129 Familien wurden ausgegeben
  • Der Zugang zu psychologischer Erste Hilfe wird priorisiert, sowie Ressourcen für Trauma-, Trauer- und andere Beratungs- und Unterstützungsangebote geschaffen

Caritas Jerusalem steht bereit, Nothilfe im Gazastreifen zu leisten in Form von medizinischer Unterstützung, Nahrungsmittel, Hygieneartikel und psychologischer Unterstützung. Voraussetzung sind entsprechende Sicherheitsgarantien und ein sicherer Zugang für die humanitären Helfer*innen und Hilfslieferungen.

Ihre Spende macht es möglich, die Zivilbevölkerung mit überlebenswichtigen Gütern zu versorgen. Danke für Ihre Hilfe!

Die humanitäre Situation im Gazastreifen ist kurz vor dem Kollaps

Unsere Partnerorganisationen berichten von einer hochdramatischen humanitären Lage vor Ort. Die Bedürfnisse der Zivilbevölkerung sind enorm. Es fehlt an allem: Wasser, Lebensmitteln, Medikamente, medizinische und sanitäre Versorgung. Das fehlende frische Wasser sorgt für einen Anstieg von Krankheiten. Fehlender Strom und Treibstoff spitzen die Lage weiterhin zu. Mehr Hilfslieferungen sind notwendig und stehen von uns bereit. 

Bitte helfen Sie jetzt mit Ihrer Spende!