CARMA

Bargeldhilfen für besonders Betroffene der Syrienkrise

Was im Frühjahr 2011 in Syrien als friedlicher Protest im Zuge des Arabischen Frühlings begann, hat sich bis heute zu einer der komplexesten humanitären Krisen der Welt entwickelt: Der Bürgerkrieg in Syrien. Neben den Schrecken des Krieges haben die Menschen in Syrien nun auch mit wirtschaftlichen Problemen und massiver Armut zu kämpfen. Das Caritas Projekt CARMA (Cash Assistance in Re-Emerging Markets in Syria), finanziert durch die Generaldirektion für Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission (ECHO), unterstützt besonders Betroffene dieser menschengemachten Krise.

Zehn Jahre Krieg in Syrien

Der Krieg in Syrien beging im März 2021 sein trauriges zehntes Jubiläum. Obwohl der Konflikt für deutlich weniger Schlagzeilen in Europa sorgt, bleibt er eine der komplexesten humanitären Krisen der Welt. 6,7 Million Menschen sind innerhalb ihres eigenen Landes vertrieben, 5,6 Millionen Syrer*innen sind alleine in die Nachbarländer geflohen; insgesamt sind 13,4 Millionen Menschen in Syrien auf humanitäre Hilfe angewiesen (zum Vergleich: Ganz Österreich hat rund 8,9 Millionen EinwohnerInnen) – und ein Ende ist weiterhin nicht in Sicht. Dabei sind blutiges Kriegsgeschehen und Vertreibung längst nicht mehr das Einzige das die Sicherheit und das Leben der Menschen in Syrien gefährden, wie auch die Vereinten Nationen im Zuge der heurigen Syrien-Konferenz in Brüssel warnten: In dem kriegsgeschwächten Land hungern fast zehn Millionen Menschen. Nicht weil es keine Lebensmittel in dem Land gibt, sondern weil sie durch die anhaltende Inflation und den Verfall der syrischen Lira (SYP) schlicht unleistbar geworden sind.

Hilfe in Syrien

Zu Besuch bei einer unterstützten Familie
Fotos: © Hasan Belal / Caritas Schweiz

Israa lebt mit ihrer Mutter und ihren beiden Schwestern in Ost-Ghouta. Die Caritas unterstützt die Familie mit Bargeldhilfen.

Israa lebt mit ihrer Mutter und ihren beiden Schwestern in Ost-Ghouta. Die Caritas unterstützt die Familie mit Bargeldhilfen.

Israa lebt mit ihrer Mutter und ihren beiden Schwestern in Ost-Ghouta. Die Caritas unterstützt die Familie mit Bargeldhilfen.

Israa lebt mit ihrer Mutter und ihren beiden Schwestern in Ost-Ghouta. Die Caritas unterstützt die Familie mit Bargeldhilfen.

Israa ist 50 Jahre alt und lebt mit ihrer Mutter und ihren beiden Schwestern in einer kleinen Wohnung in Mleha, einem Wohngebiet in Ost-Ghouta, Syrien. Die Wohnung befindet sich im Untergeschoss eines Hauses, es gibt weder Beleuchtung noch Heizung – es ist kalt in der bescheidenen Unterkunft.

Mleha war rund sechs Jahre Schauplatz des syrischen Bürgerkrieges. Als die Kämpfe begannen, musste Israa‘s Familie aus Mleha fliehen. Auf der Suche nach einem sicheren Aufenthaltsort zogen sie von einer Stadt zur anderen. Vor zwei Jahren konnten sie endlich zurück in ihr Haus nach Mleha ziehen – auch sie fanden ihr einstiges zu Hause durch Kriegshandlungen zerstört wieder. Israa und ihre Schwestern haben aktuell keine Arbeit, es fehlt an Einkommen. Die Lebensbedingungen der Familie sind schlecht und es ist schwer, wieder zurück zu finden in ein Leben ohne Krieg – ein normales Leben.

Kein Geld für medizinische Behandlungen

"Meine Mutter und meine größere Schwester Ghazieh haben gesundheitliche Probleme, ihre Mobilität ist sehr eingeschränkt", sagt Israa bedrückt. Die Mutter hatte vor langer Zeit einen Schlaganfall, ihre Schwester hat neurologische Probleme. Beide Frauen sind daher laufend auf Unterstützung im Alltag angewiesen. Israa und ihre kleine Schwester Salwa kümmern sich liebevoll um die Familie, was viel Anstrengung und Einsatz erfordert.

Israa verbringt ihren Tag damit im Haus zu arbeiten, Putz- und Kocharbeiten zu erledigen und sich um die kranken Familienmitglieder zu kümmern. Gerade die Betreuung ihrer Mutter und Schwestern macht es schwer für Israa eine feste Arbeit zu finden. Die Familie ist daher zu einem großen Teil auf Unterstützung angewiesen, um ihre Grundbedürfnisse sichern zu können – hierzu zählen vor allem Medikamente und Nahrungsmittel.

Vor einigen Monaten musste Israa‘s Familie aufgrund ihrer sich verschlechternden wirtschaftlichen Situation alle Behandlungen für ihre Mutter und Schwester abbrechen – es fehlte schlicht an Geld dafür. Ärzte bezahlen, Medikamente kaufen, den Transport zur Klinik und zur Apotheke aufbringen. All diese Ausgaben übersteigen die finanziellen Möglichkeiten der Familie um ein Vielfaches.

 „Wir halten an unseren Träumen fest“

Finanzielle Erleichterung brachte erst das – 2019 von Caritas Organisationen ins Leben gerufene und EU finanzierte – CARMA Projekt (Cash Assistance in Re-Emerging Markets in Syria), das für besonders vulnerable syrische Familien Bargeldhilfen leistet. Auch für Israa‘s Familie war der Erhalt der beiden ersten Zahlungen sehr hilfreich. Endlich konnten sie die Arztbesuche und den Kauf der notwendigen Medikamente für ihre Mutter und Schwester wieder aufnehmen. "Es war eine Art kostbares Geschenk für uns", sagt sie heute.

Neben ihren täglichen Aufgaben im Haushalt widmet Israa einen Teil ihres Tages der Unterhaltung ihrer Familienmitglieder. "Da wir keinen Strom und keinen Fernsehen haben, hören wir über ein altes Handy Radio. Wir lesen uns auch Witze und Anekdoten aus einigen alten Büchern", beschreibt Israa die sorgloseren Stunden ihres Tages. Auch der braune Kater namens Sounbol, der ständig ums Haus streift und mittlerweile zum besten Freund der Familie geworden ist, zählt zu diesen kleinen täglichen Freuden der Familie.

Neben dem Fenster lässt Israa gerade einige Grünpflanzen wachsen, um dem Haus wieder mehr Farbe zu verleihen – Feuer und Staub aus drei Jahren Krieg haben fast alle Wände mit schwarzen Schichten bedeckt.

Wenn das Wetter schön ist, besteht Israa darauf, mit ihrer Mutter oder ihrer Schwester mit Hilfe eines alten Rollstuhls hinaus zu gehen und frische Luft zu schnappen. "Es wäre schwer für mich, mit beiden gleichzeitig unterwegs zu sein, deshalb kann ich jedes Mal nur mit einer von ihnen spazieren gehen", sagt sie mit einem Funkeln in den Augen. Israa‘s einziger Wunsch ist es, ihre Schwester und ihre Mutter weiterhin mit allen Mitteln zu unterstützen.

Für Ghazieh, die die meiste Zeit des Tages aufgrund ihrer Erkrankung sitzend oder schlafend verbringt, hält Israa trotz der schwierigen Situation an ihren Träumen fest – eine hellere Wohnung mit einem großen Spiegel an der Wand. "Wir suchen die Hoffnung in jedem kleinen Detail um uns herum. Obwohl sie jetzt schwer zu finden ist, halten wir an der Hoffnung fest, dass es morgen besser wird und dass wir den Rest unseres Lebens friedlich und glücklich leben können", sagt Israa zum Abschluss des Besuches. 

Nach Krieg und Verfolgung kommen Hunger und Armut

Seit September 2019 verliert der Syrische Lira (SYP) dramatisch an Wert, mit schwerwiegenden Auswirkungen auf die Bevölkerung des Landes. Durch den Wertverfall der Landeswährung sind selbst Grundnahrungsmittel aktuell kaum noch leistbar – so kostet beispielsweise 1kg Zucker nun etwa das Doppelte als noch vor drei Monaten. Aufgrund der Auswirkungen des jahrelangen Bürgerkrieges leben viele Syrerinnen und Syrer in bitterer Armut. Der aktuelle Kursverfall der Syrischen Lira ist eine weitere existenzielle Bedrohung für die Menschen in einem Land, das mehr als sechs Millionen Vertriebene innerhalb der eigenen Grenzen zählt und in dem aktuell 2,1 Millionen Kinder keine Schule besuchen können.

Dieser zusätzliche wirtschaftliche Druck verschärft nochmals die ohnehin schon prekären Lebensbedingungen der Menschen in Syrien. Viele Unterkünfte sind zerstört oder nur unzureichend bewohnbar, das Gesundheits- und Bildungssystem funktioniert nur noch sehr eingeschränkt, an vielen Orten gibt es nicht einmal mehr fließendes Wasser oder eine funktionierende Stromversorgung. Um finanziell über die Runden zu kommen nehmen Menschen gefährliche und ausbeuterische Arbeitsbedingungen in Kauf, Mahlzeiten werden gestrichen, dringend benötigte Medikamente aus finanziellen Gründen nicht eingenommen.

Über drei Viertel der syrischen Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Die Wirtschaft im kriegsgebeutelten Land ist komplett zusammengebrochen. Die Menschen müssen zunehmend hohe Risiken in Kauf nehmen, um ihren Lebensunterhalt sichern zu können. Mit dem Projekt "CARMA" (Cash Assistance in Re-Emerging Markets in Syria) werden besonders gefährdete, verletzbare Familien mit Bargeld unterstützt. Sie können so selbst entscheiden, welche Ausgaben sie tätigen möchten.

© Hasan Belal/Caritas Schweiz

Ein Familienvater erzählt, was die Unterstützung durch das CARMA Projekt für ihn bedeutet.

Vor einem alten Haus in einer der Städte in Ost-Ghouta in Damaskus, Syrien, sitzt Abbas* fast jeden Morgen mit seinem kleinen Sohn Najim* zusammen. Sie verbringen dort einige Stunden miteinander, spielen, laufen herum und unterhalten sich mit den Nachbarn.

Der 55-jährige Abbas erlebte während des Krieges sehr schwere Zeiten. Ursprünglich aus Mleha stammend, blieb Abbas anfangs in der Region, in der später rund sechs Jahre lang Krieg herrschte. In dieser Zeit verlor er seine Frau. Auch sein Bein musste aufgrund einer Verletzung abgenommen werden. Letzten Endes musste die Familie wie so viele andere auch dennoch von Stadt zu Stadt fliehen, um den anhaltenden Kämpfen zu entkommen. In dieser Zeit lernte Abbas eine neue Frau kennen, sie sind mittlerweile glücklich miteinander verheiratet und erwarten ihr zweites gemeinsames Kind. Najim, das erste Kind der Beiden, ist gerade zwei Jahre alt.

Als die Waffen in Ghouta vor etwa zwei Jahren endlich verstummten, konnte die Familie wieder versuchen, ihr Leben wiederaufzunehmen. Und obwohl die kriegerischen Kampfhandlungen vorbei sind, Abbas und seine Familie haben immer noch Tag für Tag zu kämpfen: Vor allem um das finanzielle Überleben. Gefragt, wie es ihm mit der aktuellen Situation geht, antwortet Abbas voller Offenheit: „Ich bin verwirrt und wir sind völlig machtlos.“ 

Kein Einkommen

"Als wir nach Jahren der Vertreibung nach Mleha zurückkehren konnten, fühlten wir uns wie neugeboren. Wir hatten nichts und haben uns gefragt, was wir tun und wo wir wieder anfangen sollen", beschreibt Abbas seine Rückkehr. Auch ihr Haus wurde völlig beschädigt und unbewohnbar, weshalb er und seine Familie in das Haus seiner Geschwister ziehen mussten.

Abbas war früher Bauer, aber aufgrund seines körperlichen Zustands ist er heute arbeitsunfähig. Neben dem amputierten Bein wurde vor etwa einem Jahr durch einen Unfall Abbas‘ linkes Auge schwer beschädigt. So ist es aktuell fast unmöglich, eine Arbeit zu finden – ganz abgesehen von der Tatsache, dass es in Mleha nach vielen Jahren Krieg und Zerstörung kaum noch Beschäftigungsmöglichkeiten gibt, die Arbeitslosenquote ist alarmierend hoch.

Ohne Hoffnung kann das Leben nicht weitergehen

Unterstützung erhielt die Familie über das – 2019 von Caritas Organisationen ins Leben gerufene und EU finanzierte – CARMA Projekt (Cash Assistance in Re-Emerging Markets in Syria), das für besonders vulnerable syrische Familien Bargeldhilfen leistet. Auch Abbas und seine Familie erhielten Bargeldhilfen, um ihre Grundbedürfnisse decken zu können. So konnten etwa Schulden, die im Zuge der Flucht während der Kriegsjahre angefallen waren, beglichen werden und grundlegende Dinge für das Haus kaufen, die dringend benötigt wurden. "Das war sehr großzügig von ihnen", sagt Abbas heute sichtlich erleichtert und dankbar über die Hilfe. Angesichts der verschlechterten wirtschaftlichen Bedingungen fast aller Menschen in der Region ist er überzeugt, dass "diese Unterstützung zu einer sehr wertvollen Sache wird, die wir wirklich schätzen".

"Ich mache mir keine Sorgen um mich selbst, sondern eher um meine Familie", merkt Abbas immer wieder an. Eine der schwierigsten Situationen, in denen er je war, ist, dass er aktuell nicht in der Lage ist, die Bedürfnisse seiner Familie zu erfüllen – vor allem die seiner Frau Nashma* und des jüngsten Kindes, Najim.

Die syrische Wirtschaft leidet aktuell massiv unter dem Kursverlust der syrischen Lira (SYP). Bekam man für einen US-Dollar 2011 noch 50 syrische Lira, sind es heute über 2.500 SYP. Als unmittelbare Folge für die Bevölkerung stiegen Preise, vor allem für Güter des Grundbedarfs, enorm an. Die meisten Familien, die ohnehin nach zehn Jahren Krieg geschwächt sind, sind nicht in der Lage, mit dieser sich rasch verändernden Wirtschaftskrise fertig zu werden. "Alles wird wahnsinnig teuer", beklagt Abbas. "Was ich mir wünsche? Ich wünschte, ich könnte ein Geschenk für meine Frau, ein Spielzeug oder neue Kleidung für meine Kinder kaufen, aber das ist definitiv nicht möglich“ fährt er bedrückt fort.

Doch trotz all dieser Herausforderungen und Entbehrungen des täglichen Lebens halten Abbas und Nashma immer noch an jedem Körnchen Hoffnung auf ein besseres Morgen fest. "Was können wir sonst noch tun? Ohne Hoffnung kann das Leben nicht weitergehen. Wir sehen ein Licht am Ende des Tunnels, dass die Zukunft unserer Kinder heller sein wird als unsere Gegenwart", sagen beide hoffnungsvoll.

 

* Namen zum Schutz der KlientInnen geändert.

CARMA-Bargeldhilfe für Vater in Not in Syrien

Abbas ist nach mehreren Jahren Vertreibung in seine Heimatstadt in Ost-Ghouta in der Nähe von Damaskus zurückgekehrt. Doch ihr Leben ist unvorstellbar schwierig. "Ich mache mir keine Sorgen um mich selbst, sondern eher um meine Familie", merkt Abbas immer wieder an. Eine der schwierigsten Situationen, in denen er je war, ist, dass er aktuell nicht in der Lage ist, die Bedürfnisse seiner Familie zu erfüllen – vor allem die seiner Frau Nashma* und des jüngsten Kindes, Najim.

Projekt CARMA zur kurzfristigen finanziellen Stabilisierung

Um Familien zu helfen, die durch den Krieg in Syrien ihre gesamte Lebensgrundlage verloren haben, erhalten besonders vulnerable Haushalte bargeldbasierte Unterstützung. Die Caritas Österreich hat zu diesem Zweck gemeinsam mit der Caritas Schweiz und anderen Partnern im August 2019 das Projekt CARMA (Cash Assistance in Re-Emerging Markets in Syria) gestartet. Die EU finanzierte lebenserhaltende Hilfe unterstützt insgesamt über 2.200 Familien im ländlichen Raum Damaskus, Homs und Aleppo mit monatlichen Geldzuschüssen über einen Zeitraum von jeweils sechs Monaten. Für rund 13.000 Menschen bedeutet diese Hilfe, dass sie schnell und kosteneffizient ihre Grundbedürfnisse decken können und negative Bewältigungsstrategien dadurch reduziert werden. Denn viele in Armut lebende Familien müssen Schulden aufnehmen, um noch Essen kaufen zu können oder ihre Medikamente finanzieren zu können. Die Bargeldzuschüsse ermöglichen den Menschen Flexibilität, Wahlmöglichkeiten sowie Würde und Selbstbestimmung, da sie als Betroffene am besten in der Lage sind, ihre eigenen Bedürfnisse einzuschätzen und zu priorisieren. Außerdem werden so auch automatisch lokale Märkte unterstützt. 

Unterstützung lokaler Märkte
Fotos: © Hasan Belal/Caritas Schweiz

Nach einigen Monaten Unterstützung durch das CARMA Projekt bemerken Ladenbesitzer in Mleha bereits leichte Verbesserung in der Kaufkraft einiger Familien.

Nach einigen Monaten Unterstützung durch das CARMA Projekt bemerken Ladenbesitzer in Mleha bereits leichte Verbesserung in der Kaufkraft einiger Familien.

Nach einigen Monaten Unterstützung durch das CARMA Projekt bemerken Ladenbesitzer in Mleha bereits leichte Verbesserung in der Kaufkraft einiger Familien.

Nach einigen Monaten Unterstützung durch das CARMA Projekt bemerken Ladenbesitzer in Mleha bereits leichte Verbesserung in der Kaufkraft einiger Familien.

Bitte helfen auch Sie!

Unterstützung bei der Bewältigung der COVID-19 Krise

Der Ausbruch von COVID-19 in Syrien trifft besonders vulnerable Familien am stärksten. Viele Familien sind abhängig von täglichen Einkommen, die durch Ausgangssperren plötzlich wegfallen. Gleichzeitig steigen Preise für Grundnahrungsmittel und Hygieneartikel weiter an. CARMA versorgt deshalb auch rund 4.500 betroffene Haushalte (rund 27.000 Menschen) mit spezifischen COVID-19 Hilfsmaßnahmen, um diese schwierige Situation zu bewältigen. In Hassakeh, Aleppo, Homs und dem ländlichen Raum Damaskus werden 3.500 Familien mit der Verteilung von Hygieneartikel unterstützt, weitere 1.000 Familien erhalten spezielle COVID-19 Bargeldnothilfen, die sie dabei unterstützen, den durch die Corona-Krise gestiegenen Bedarf an Hygiene- und Reinigungsartikel decken zu können. Um den betroffenen Haushalten diese Unterstützung zu ermöglichen, wurden die Mittel von CARMA aufgestockt und das Projekt bis Ende Februar 2021 verlängert. Ein weiteres Ziel des Projektes ist es, die Kapazitäten der Partnerorganisationen durch Trainings und externe Beratung aufzubauen, um eine noch bessere Betreuung der Familien sicherzustellen. 

Verlässliche Partner in Krisenzeiten

Das CARMA Projekt wird finanziert von ECHO (Generaldirektion für Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission) sowie durch finanzielle Förderungen der Konsortium-Partner Caritas Schweiz, Diakonie Katastrophenhilfe und CordAid – sie begleiten das Projekt auch mit technischer Unterstützung. Das Projekt wird in Syrien direkt von unseren Partnern Caritas Syrien und GOPA-DERD implementiert.

Unsere Projektpartner