Was passiert mit meiner Spende?

Die Buchhaltungen der Caritasorganisationen in Österreich sind folgenden Kontrollen unterworfen:

  1. Das Finanz- und Rechnungswesen wird von organisationsinternen bzw. kirchlichen Prüfstellen kontrolliert.
  2. Die Bücher werden von beeideten externen Wirtschaftstreuhändern geprüft.
  3. Öffentliche Mittel, die von der Caritas verwendet werden, unterliegen der Kontrolle der öffentlichen Hand (Länder, Ministerien, EU-Behörden).

Spendenwidmung

Sie können Ihre Spende einem bestimmten Zweck/Projekt widmen, indem sie bei Ihrer Einzahlung vermerken, wofür Ihre Spende verwendet werden soll. Ungewidmete Spenden setzt die Caritas dort ein, wo Hilfe gerade am nötigsten gebraucht wird.

Transparenz

Die Caritas informiert über Caritas Projekte und die Verwendung der Spendenmittel mit ihren Spenderinformationen und den regionalen und österreichweiten Jahresberichten.

Verantworlich für die Spendenverwendung, Spendenbewerbung und Datenschutz auf der Homepage:
Bernd Wachter, Generalsekretär der Caritas Österreich
Albrechtskreithgasse 19 -21
A-1160 Wien
Tel Nr.: +43/1/488 31 - 0
E-Mail: office(at)caritas-austria.at

Spendenkonto:
PSK Bank
IBAN: AT92 6000 0000 0770 0004
BIC: OPSKATWW

Erste Bank
IBAN: AT23 2011 1000 0123 4560
BIC: GIBAATWWXXX

Nachhaltig helfen

Für die Caritas bedeutet der sorgsame Umgang mit Spenden Anstrengungen in mehrfacher Hinsicht. Es geht vor allem um einen effektiven Mitteleinsatz, der durch Projektmanagement, Controlling und enge Kontakte mit den Partnern gewährleistet wird. Effektiv helfen heißt aber auch, Geld- und Sachspenden gut zu verbinden, den klugen Einsatz von ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und die gute Auswahl von Projektpartnern.

Einige Beispiele, was wir unter nachhaltig arbeiten verstehen: nach Überschwemmungen Häuser überschwemmungssicherer wieder zu errichten, bei Hungerkatastrophen nicht nur Lebensmittel auszuteilen, sondern zu versuchen, Anbau- und Lagerungsmethoden zu verbessern. Nicht nur Krankheiten zu behandeln, sondern auch Gesundheitserziehung umzusetzen. Für die SpenderInnen bedeutet dies, dass ihre Spende vervielfacht wird.

Genaue Informationen zur Spendenverwendung entnehmen Sie bitte dem aktuellen Jahresbericht.

Jahresbericht der Österreichischen Caritaszentrale 2015

Die Österreichische Caritaszentrale führt im Rahmen der Caritas Österreich internationale Projekte insbesondere in den Bereichen Katastrophenhilfe (Nothilfe und Wiederaufbau) und Entwicklungszusammenarbeit (Armutsbekämpfung und nachhaltige soziale Entwicklung) durch. Dabei ist die Österreichische Caritaszentrale ein wesentlicher Partner der EU (ECHO, Europe Aid) und der entwicklungspolitischen Aktivitäten der österreichischen Bundesregierung (ADA).

2015 führte die Österreichische Caritaszentrale konkrete Hilfsmaßnahmen nach Naturkatastrophen weltweit durch.

  • Im vergangenen Jahr wurden die Hilfsmaßnahmen für die notleidende syrische Bevölkerung sowie die betroffenen Menschen nach dem Taifun auf den Philippinen und nach dem Hochwasser im Südosten Europas weiter fortgesetzt.
  • Die Programme in Haiti und Pakistan befinden sich in der Abschlussphase.
  • In Afrika war die Österreichische Caritaszentrale insbesondere im Sudan, im Auftrag der Caritas Wien, und in der DR Kongo tätig.
  • Ende April 2015 wurden Nepal und Teile Nordindiens von einem schweren Beben der Stärke 7,8 erschüttert. Insgesamt wurden mehr als 4000 Tote und 8000 Verletzte gezählt; mehr als 8 Millionen Menschen wurden durch das Erdbeben teilweise oder getroffen. In der Nothilfephase versorgte die Caritas Österreich Menschen mit Nahrungsmitteln, Shelter-Materialien, Hygienekits und Medikamenten. Danach lag der Schwerpunkt insbes. auf dem Wiederaufbau, der Verteilung von provisorischen Schulzelten und der Ausstattung von Familien mit zusätzlichem Wellblech, sowie mit Decken, Planen, Dämmstoffen und Solarlampen, um den Winter gut überstehen zu können.
  • Die Umsetzung der Strategie für die Rehabilitierungs- und Wiederaufbauphase wird auch 2016 weiter fortgesetzt.

Eine große Herausforderung des Jahres 2015 stellte die Begleitung, Betreuung, Versorgung und Unterbringung der Flüchtlinge dar, die gemeinsam mit vielen 1000 Freiwilligen bewältigt werden konnte. Die FlüchtlingskoordinatorInnen erarbeiteten ein österreichweites Programm mit den beiden Schwerpunkten Integration und Bildung und Nothilfe. Großspender und Stiftungen konnten für Maßnahmen wie Quartiere für Neuankömmlinge, Krisenintervention, Spracherwerb und Arbeitsmarktintegration gewonnen werden. Vor diesem Hintergrund zeigt sich die Notwendigkeit des Caritas-Lehrgangs im Bereich der Rechtsberatung umso deutlicher.

Die Österreichische Caritaszentrale mit Ihrer 100%igen Tochter, der Caritas Österreich Kommunikation & Service GmbH, entwickelt und setzt gemeinsame Werbe-, Marketing- und PR-Maßnahmen für die gesamte Caritas in Österreich um.

  • Die traditionellen drei Spendenkampagnen wurden auch 2015 im Auftrag der und gemeinsam mit den diözesanen Caritasorganisationen mit Erfolg durchgeführt.
  • Die Österreichische Caritaszentrale nimmt anwaltliche Vertretung für Menschen am Rand der Gesellschaft wahr. Um die Ursachen von Not zu bekämpfen, nimmt sie Einfluss auf die politische Willensbildung durch aktive Informationspolitik, Lobbying und Öffentlichkeitsarbeit.

Um gewährleisten zu können, dass die Mittel widmungsgemäß verwendet werden, arbeitet die Österreichische Caritaszentrale mit langjährigen bewährten Partner- und Caritasorganisationen vor Ort zusammen.

  • Über die Mittelverwendung sind Narrativ- und Finanzberichte zu erstellen. Mindestens einmal im Jahr findet ein Besuch durch den zuständigen Mitarbeiter der Caritas statt.
  • Audits vor Ort durch nationale bzw. internationale etablierte Prüfungsgesellschaften sind ebenfalls üblich.
  • Festgehalten wird, dass keine Zweigniederlassungen bestehen, keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit entfaltet wird und es zu keinen besonderen Ereignissen nach dem Bilanzstichtag gekommen ist.
  • Die liquiden Mittel werden bei Banken bester Bonität veranlagt.
  • Zur Vermeidung von Wechselkursschwankungen im internationalen Zahlungsverkehr werden auch Konten in US-Dollar geführt.

All diese Maßnahmen dienen der Risikominimierung im Bereich der Verwaltung der finanziellen Mittel. Andere Finanzinstrumente wie etwa Derivate wurden nicht eingesetzt.

Auch 2016 ist es unser Ziel, gemeinsam mit unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Unterstützung von benachteiligten Personen, sei es im Inland oder im Ausland, fortzusetzen.

Wien, im April 2016

Finanzbericht Österreichische Caritaszentrale 2015