Zwei Frauen umarmen sich

#wirtun – Wir helfen Frauen in Not

#metoo hat in den vergangenen Monaten viele Skandale, Übergriffe und Grenzüberschreitungen an Frauen an die Oberfläche gebracht. Als Caritas haben wir die Diskussion in den vergangenen Monaten aufmerksam verfolgt und festgestellt, dass eine Gruppe in den vielen Debatten bislang kaum Gehör gefunden hat:

Jene Frauen, denen wir täglich bei unserer Arbeit in unseren Projekten und Häusern begegnen. Frauen, die obdachlos sind. Frauen, die Übergriffe erlitten haben und dringend ein Notquartier brauchen. Frauen, die Gewalt aushalten aus Angst davor, mit ihrem Kind auf der Straße zu stehen. Jungen Erwachsenen, Alleinerzieherinnen und von Altersarmut Betroffenen. 

Aktuell ist die Nachfrage nach unseren Hilfsangeboten größer als das Angebot. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir deshalb eine österreichweite Solidaritätsbewegung starten. Wir wollen Geld für einen Fonds sammeln, der ausschließlich Frauen in Krisensituationen zugute kommt. Wir wollen Frauen jene Unterstützung geben, die sie brauchen. Und wir wollen bei all diesen Frauen das Bewusstsein schärfen, dass #metoo keine ferne Debatte ist, sondern, dass #metoo ganz viel mit Rechten, mit Ansprüchen und mit Selbstbestimmung zu tun hat.

Wie können Sie uns unterstützen?

  • Nutzen Sie Ihr Netzwerk und informieren Sie Ihren Freundeskreis über die Aktion #wirtun.
  • Sammeln Sie in Ihrem Netzwerk Spenden für Frauen in akuten Krisen.
  • Richten Sie auf Facebook eine Spendenaktion ein.
  • Unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift

Prominente UnterstützerInnen

Doris Schmidauer, Corinna Milborn, Julya Rabinowich, Doris Knecht, Barbara Stöckl, Susanne Scholl, Ingrid Brodnig, Euke Frank, Amélie van Tass, Eva Rossmann, DariaDaria, Karin Bergmann, Nicola Werdenigg, Katharina Kubik, Hannah Herbst, Manuel Rubey, Manuela Vollmann, Isolde Bornemann, Alma Hasun, Adele Neuhauser, Claudia Amsz, Regina Polak, Christoph Grissemann, Sabine Haag, Dirk Stermann, Sandra König, Petra Schmid, Isolde Charim, Sabine Haag, Eva Dichand, Cornelius Obonya, Hemma Mayrhofer, Nicole Nemeczek-Osl, Ally Auner, Sybille Hamann, Amani Abuzahra, Petra Hartlieb, Carolin Pienkos, Dorothee Hartinger, Ruth Brauer-Kvam, Anna Rosenberger, Elisabeth Menasse-Wiesbauer, Gabriele Großebner, Rosa Diketmüller, Brigitte Lueger-Schuster, Thomas Kirchgrabner, Nikolaus Habjan, Ulrike Habjan, Bernhard Fleischmann, Elisabeth Scharang, Gabriele Pröll, Sr. Regina Fucik von der Gemeinschaft der Franziskanerinnen von der Schmerzhaften Mutter, Michaela Polacek, Franza Maier, Elisa Schlifke, Stefan Wimmreuter, Johannes Grammel, Nina Blum, Josef Hader, Zoryana Kushpler

Susanne Scholl

Susanne Scholl unterstützt #wirtun

Warum sich Susanne Scholl für #wirtun einsetzt.

„Meine Kinder haben irgendwann geglaubt, Männer sind halt so. Sie schlagen, prügeln, schreien. Das ist normal.“

Shirin, 28 Jahre, wohnte in einem Caritas Mutter-Kind-Haus

„Irgendwann hab ich daran zu zweifeln begonnen, ob ich überhaupt normal bin. Du gehst auf der Straße, siehst all die Menschen, die ihr Leben im Griff haben und denkst, Du bist der einzige Mensch auf der Welt, der seine Kinder nicht versorgen kann. Der nicht weiß, ob er genug Geld fürs nächste Geburtstagsgeschenk hat. Der dauernd geprügelt und angeschrien wird. Ich hab mich nur noch als Versagerin gefühlt, als ich ins Mutter-Kind Haus bekommen bin. Meine Kinder hatten irgendwann Angst vor Männern. Vielleicht haben sie geglaubt, dass Männer einfach so sind, prügeln, schreien, schlagen. Als wir im Mutter-Kind Haus gewohnt haben, hatten sie lange Angst, wenn ein Betreuer in die Wohnung gekommen ist.“

Birgit

Birgit hat in der Gruft Unterstützung gefunden.

Birgit erzählt über ihre Situation.

„Es ist ungewohnt, eigene Entscheidungen zu treffen. Auch wenn es nur darum geht, was ich heute anziehe.“

Larissa, 32 Jahre, wohnt in einem Caritas Mutter-Kind-Haus  

"Ich war 13 Jahre verheiratet. Mein Mann hat jeden meiner Schritte kontrolliert. Ich durfte mich nicht allein mit Freunden treffen. Wenn ich telefoniert habe, stand er daneben. ‚Ich töte Dich und unsere Kinder, wenn Du mich verlässt‘, hat er immer wieder gedroht. Es hat lange gedauert, bis der Moment gekommen ist, und ich genug Mut hatte, um zu fliehen. Ich habe gewartet, bis er einkaufen geht, dann habe ich schnell die nötigsten Sachen genommen und bin mit den Kindern aus der Wohnung gegangen. Die ersten Tage habe ich mich bei Freunden versteckt. Über das Jugendamt bin ich in ein Frauenhaus gekommen. Danach habe ich eine Wohnung im Mutter-Kind-Haus bekommen. Das war mein größtes Glück. Heute kommt es mir vor, als wäre ich jahrelang im Gefängnis gewesen. Es ist ungewohnt, wieder eigene Entscheidungen zu treffen, auch wenn es nur so Sachen sind wie: Welche Hose will ich anziehen, welches Essen koche ich heute."

Jetzt spenden für Frauen in Notsituationen

Angebote für Frauen in den Bundesländern: