Zwei Frauen umarmen sich

#wirtun – Armut ist weiblich

Wir begegnen täglich Frauen in unseren Projekten und Häusern, die obdachlos sind. Frauen, die Übergriffe erlitten haben und dringend ein Notquartier brauchen. Frauen, die Gewalt aushalten aus Angst davor, mit ihrem Kind auf der Straße zu stehen. Junge Erwachsene, Alleinerzieherinnen und von Altersarmut Betroffene.

Aktuell ist die Nachfrage nach unseren Hilfsangeboten größer als das Angebot. Darum haben wir einen Fonds gegründet, der ausschließlich Frauen in Krisensituationen zugute kommt. Wir wollen in den nächsten Monaten 1.000 Frauen helfen, die in Armut leben. Wir wollen Frauen jene Unterstützung geben, die sie brauchen. 

Obdachlose Frauen finden in Einrichtungen wie dem Haus Miriam ein Dach über dem Kopf. Sie finden hier aber weit mehr als nur ein Bett: sie werden psychologisch betreut, bei der Jobsuche, Amts- und Arztwegen unterstützt. Oberstes Ziel ist es, die Frauen auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit zu unterstützen und gemeinsam mit ihnen eine passende Wohnform für die Zeit nach dem Haus Miriam zu finden.

Mit 21 Euro schenken Sie einer Frau im Haus Miriam das Frühstück und Abendessen für eine Woche.

Wie können Sie uns noch unterstützen?

  • Nutzen Sie Ihr Netzwerk und informieren Sie Ihren Freundeskreis über #wirtun.
  • Sammeln Sie in Ihrem Netzwerk Spenden für den #wirtun Fonds.
  • Richten Sie auf Facebook eine Spendenaktion ein.

Prominente UnterstützerInnen

Doris Schmidauer, Corinna Milborn, Julya Rabinowich, Doris Knecht, Barbara Stöckl, Susanne Scholl, Ingrid Brodnig, Euke Frank, Amélie van Tass, Eva Rossmann, DariaDaria, Karin Bergmann, Nicola Werdenigg, Katharina Kubik, Hannah Herbst, Manuel Rubey, Manuela Vollmann, Isolde Bornemann, Alma Hasun, Adele Neuhauser, Claudia Amsz, Regina Polak, Christoph Grissemann, Sabine Haag, Dirk Stermann, Sandra König, Petra Schmid, Isolde Charim, Sabine Haag, Eva Dichand, Cornelius Obonya, Hemma Mayrhofer, Nicole Nemeczek-Osl, Ally Auner, Sybille Hamann, Amani Abuzahra, Petra Hartlieb, Carolin Pienkos, Dorothee Hartinger, Ruth Brauer-Kvam, Anna Rosenberger, Elisabeth Menasse-Wiesbauer, Gabriele Großebner, Rosa Diketmüller, Brigitte Lueger-Schuster, Thomas Kirchgrabner, Nikolaus Habjan, Ulrike Habjan, Bernhard Fleischmann, Elisabeth Scharang, Gabriele Pröll, Sr. Regina Fucik von der Gemeinschaft der Franziskanerinnen von der Schmerzhaften Mutter, Michaela Polacek, Franza Maier, Elisa Schlifke, Stefan Wimmreuter, Johannes Grammel, Nina Blum, Josef Hader, Zoryana Kushpler

Susanne Scholl

Susanne Scholl unterstützt #wirtun

Warum sich Susanne Scholl für #wirtun einsetzt.

„Meine Kinder haben irgendwann geglaubt, Männer sind halt so. Sie schlagen, prügeln, schreien. Das ist normal.“

Shirin, 28 Jahre, wohnte in einem Caritas Mutter-Kind-Haus

„Irgendwann hab ich daran zu zweifeln begonnen, ob ich überhaupt normal bin. Du gehst auf der Straße, siehst all die Menschen, die ihr Leben im Griff haben und denkst, Du bist der einzige Mensch auf der Welt, der seine Kinder nicht versorgen kann. Der nicht weiß, ob er genug Geld fürs nächste Geburtstagsgeschenk hat. Der dauernd geprügelt und angeschrien wird. Ich hab mich nur noch als Versagerin gefühlt, als ich ins Mutter-Kind Haus bekommen bin. Meine Kinder hatten irgendwann Angst vor Männern. Vielleicht haben sie geglaubt, dass Männer einfach so sind, prügeln, schreien, schlagen. Als wir im Mutter-Kind Haus gewohnt haben, hatten sie lange Angst, wenn ein Betreuer in die Wohnung gekommen ist.“

Birgit

Birgit hat in der Gruft Unterstützung gefunden.

Birgit erzählt über ihre Situation.

„Es ist ungewohnt, eigene Entscheidungen zu treffen. Auch wenn es nur darum geht, was ich heute anziehe.“

Larissa, 32 Jahre, wohnt in einem Caritas Mutter-Kind-Haus  

"Ich war 13 Jahre verheiratet. Mein Mann hat jeden meiner Schritte kontrolliert. Ich durfte mich nicht allein mit Freunden treffen. Wenn ich telefoniert habe, stand er daneben. ‚Ich töte Dich und unsere Kinder, wenn Du mich verlässt‘, hat er immer wieder gedroht. Es hat lange gedauert, bis der Moment gekommen ist, und ich genug Mut hatte, um zu fliehen. Ich habe gewartet, bis er einkaufen geht, dann habe ich schnell die nötigsten Sachen genommen und bin mit den Kindern aus der Wohnung gegangen. Die ersten Tage habe ich mich bei Freunden versteckt. Über das Jugendamt bin ich in ein Frauenhaus gekommen. Danach habe ich eine Wohnung im Mutter-Kind-Haus bekommen. Das war mein größtes Glück. Heute kommt es mir vor, als wäre ich jahrelang im Gefängnis gewesen. Es ist ungewohnt, wieder eigene Entscheidungen zu treffen, auch wenn es nur so Sachen sind wie: Welche Hose will ich anziehen, welches Essen koche ich heute."

Jetzt spenden für Frauen in Notsituationen

Mit 21 Euro schenken Sie einer Frau im Haus Miriam das Frühstück und Abendessen für eine Woche:

Angebote für Frauen in den Bundesländern: