#wirtun – arMut ist weiblich

An uns wenden sich Frauen, die oft jahrelang Situationen aushalten, weil sie keine Alternative sehen. Frauen, die obdachlos sind. Frauen, die Übergriffe erlitten haben und dringend ein Notquartier brauchen. Frauen, die Gewalt aushalten aus Angst davor, mit ihrem Kind auf der Straße zu stehen. Junge Erwachsene, Alleinerzieherinnen und von Altersarmut Betroffene.

Aktuell ist die Nachfrage nach unseren Hilfsangeboten größer als das Angebot. Gemeinsam mit Doris Schmidauer und zahlreichen prominenten UnterstützerInnen haben wir einen Hilfsfonds unter dem Titel #wirtun eingerichtet, um Frauen in akuten Krisen zu helfen. Wir wollen Unterkünfte, Betreuung und Beratung finanzieren für Frauen, die in versteckter Obdachlosigkeit leben, von Armut / Gewalt betroffen sind. 

Unterstützerinnen der Aktion:

Botschafterin: Doris Schmidauer

Doris Schmidauer, Adele Neuhauser, Alexandra Winkler, Alice Kahane, Alina Marzi, Alma Hasun, Amani Abuzahra, Amélie van Tass, Andrea Zehetbauer, Anna Rosenberger, Anna Karnitscher, Anna Brändle, Anneliese Rohrer, Barbara Stöckl, Barbara Bißmeier, Bettina Riha-Fink, Bettina Haller, Bettina Reiter, Bettina Vogler-Trinkfass, Birgit Fenderl, Brigitte Lueger-Schuster, Brigitte Strobl-Betas, Brigitte Hinteregger, Carolin Pienkos, Christa Rain, Christiana Bender, Christina Hummel, Christina Aichner, Christine Polesny, Claudia Amsz, Claudia Ferner, Claudia Handl, Claudia Wiesner, Clementine Rath, Corinna Milborn, Cornelia Leitner, DariaDaria, Deborah Sengl, Doris Knecht, Dorothee Hartinger, Elisabeth Scharang, Elisabeth Menasse-Wiesbauer, Elisabeth Drabek, Emina Saric, Euke Frank, Eva Rossmann, Eva Dichand, Eveline Rabold, Friederike Harr, Gabriele Großebner, Gabriele Pröll, Gesine Tostmann, Gudrun Köhne, Hanna Herbst, Hannelore Halwax, Heidi Schröck, Hemma Mayrhofer, Hilde Dalik, Ingrid Fitzek-Unterberger, Ingrid Brodnig, Ingrid Rachbauer, Ingrid Puschautz-Meidl, Isabella Heissenberger, Isolde Bornemann, Isolde Charim, Jacqueline Kornmüller, Julia Dujmovits, Julya Rabinowich, Karin Bergmann, Karin Wagner, Karin Macke, Katharina Kubik, Kristina Edlinger-Ploder, Lilly Auner, Ljuba Arnautovic, Maja Markanovic-Riedl, Manuela Vollmann, Maria Grossbauer, Marion Fercher, Marjan Shaki, Mary Kreutzer, Mercedes Echerer, Michaela Polacek, Nertila Furriku, Nicola Werdenigg, Nicole Nemeczek-Osl, Nicole Trimmel, Nina Blum, Nina Hoppe, Petra Hartlieb, Petra Schmid, Pia Hierzegger, Pippa Galli, Rain Christa, Regina Polak, Rosa Diketmüller, Ruth Brauer-Kwam, Sabine Haag, Sabine Lentsch, Sandra König, Sibylle Hamann, Silvia Freudensprung-Schöll, Silvia Kargl, Sr. Regina Fucik, Su Widl, Sudabeh Mortezai, Susanne Scholl, Susi Stach, Theresa Gigov, Ulrike Habjan, Ulrike Spann, Ulrike Kempf, Ursula Luschnig, Uschi Starecek, Veronika Prüller-Jagenteufel, Yasmo, Zoryana Kushpler

 

Clara, 47 Jahre, wohnte in einem Caritas Übergangswohnhaus:

 

„Noch vor ein paar Jahren hätte ich mir nicht einmal in meinen kühnsten Träumen vorstellen können, obdachlos zu werden. Ich hatte einen guten Job, eine eigene Wohnung, eigentlich ein gutes Leben. Aber dann ging es plötzlich ganz schnell. Ich wurde krank. Ich konnte nicht mehr die normalsten Sachen der Welt machen: arbeiten gehen, Miete zahlen, FreundInnen und Verwandte treffen. Es ging einfach nichts mehr und ich sah förmlich zu, wie ich alles verlor, ohne dagegen was tun zu können.

Dann endlich kam der wochenlage Krankenhausaufenthalt und es ging ein wenig bergauf. Allerdings warteten zu Hause schon die Delogierungspapiere. Ich wusste nicht mehr weiter.

Dann zog ich ins Haus Miriam. Es war nicht einfach, plötzlich mit so vielen anderen Frauen zusammenzuwohnen. Aber ich konnte neuen Mut schöpfen und bekam viel Unterstützung durch die Betreuerinnen und Sozialarbeiterinnen. Sie halfen mir sogar, wieder eine eigene Wohnung zu finden und meine Schulden Stück für Stück zurückzuzahlen. Jetzt fehlt nur mehr die Arbeit, aber auch das schaffe ich noch. Ich bin einfach nur froh, dass es mir wieder besser geht.“

 

Shirin, 28 Jahre, wohnte in einem Caritas Mutter-Kind-Haus:

„Irgendwann hab ich daran zu zweifeln begonnen, ob ich überhaupt normal bin. Du gehst auf der Straße, siehst all die Menschen, die ihr Leben im Griff haben und denkst, Du bist der einzige Mensch auf der Welt, der seine Kinder nicht versorgen kann. Der nicht weiß, ob er genug Geld fürs nächste Geburtstagsgeschenk hat. Der dauernd geprügelt und angeschrien wird. Ich hab mich nur noch als Versagerin gefühlt, als ich ins Mutter-Kind Haus bekommen bin. Meine Kinder hatten irgendwann Angst vor Männern. Vielleicht haben sie geglaubt, dass Männer einfach so sind, prügeln, schreien, schlagen. Als wir im Mutter-Kind Haus gewohnt haben, hatten sie lange Angst, wenn ein Betreuer in die Wohnung gekommen ist.“

Jetzt Frauen in Not unterstützen:

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Angebote für Frauen in den Bundesländern: