Ein kleines Mädchen in buntem Kleid sitzt lächelnd auf einem Bett im Mädchenheim El Huambrillo in Iquitos, Peru; im Hintergrund sind Etagenbetten und weitere Kinder zu sehen.

Hier finden Kinder wie sie Schutz, Fürsorge und die Chance auf eine bessere Zukunft © Caritas

Raus aus der Armut - Peru

"Wir sind vier Geschwister, ein Bub, drei Mädchen. Mein Vater hat uns verlassen, als ich klein war. Ich habe ihn nicht gekannt. Meine Mutter ist dann von Loritoyacu, einem kleinen Dorf am Ucayali nach Iquitos gezogen. Doch Mama ist krank geworden. Ich weiß nicht wie ihre Krankheit heißt, aber sie liegt nur im Bett, steht nicht auf. Manchmal, wenn es ihr ganz schlecht geht, kennt sie uns nicht einmal", erzählt die kleine Gilda.

Im Mädchenheim El Huambrillo finden Mädchen und junge Frauen, die Gewalt, Armut, Vernachlässigung oder den Verlust ihrer Familie erlebt haben, Geborgenheit, Schutz und liebevolle Begleitung. Im Jahr 2025 konnten 55 Mädchen im Heim betreut werden.

Alltag in "El Huambrillo"

In "El Huambrillo" in Iquitos gehen die Kinder am Vormittag von 7.00 bis 12.30 in die Schule, die Kleinkinder besuchen den Kindergarten. Nach dem Mittagessen finden die Kurse statt. Nach dem Abendessen treffen sich alle Mädchen und BetreuerInnen zur Besprechung aktueller Themen, bevor die Nachtruhe beginnt. Die Mädchen stammen aus sehr kinderreichen Familien, in denen die Eltern teilweise keine Ausbildung haben, und daher, wenn überhaupt, nur schlecht bezahlte Jobs finden. Oft handelt es sich um AlleinerzieherInnen, die sich ihre Kinder schlicht nicht leisten können. Vor allem die Finanzierung eines Schulbesuches ist unmöglich, oft reicht es nicht einmal fürs Essen. Der Alltag ist klar strukturiert und gibt den Mädchen Halt: Gemeinsam werden täglich Mahlzeiten zubereitet, Schulmaterial vorbereitet und Geburtstage gefeiert. Regelmäßige medizinische Untersuchungen, psychologische Betreuung und kreative Workshops fördern Selbstvertrauen und Lebensfreude.

Gilda will Tierärztin werden

Jetzt lebt Gilda Rosi Bella Pacay im "El Huambrillo". Am liebsten hat sie die Kurse, die sie am Nachmittag nach der Schule besucht, den Speisesaal mag sie auch gerne. Am allerliebsten lernt sie jedoch mit dem Computer zu schreiben - schließlich will sie einmal Tierärztin werden.

Ein kleines Mädchen blüht auf

Die siebenjährige Daniela kam im Frühjahr 2025 zu El Huambrillo. Sie wuchs in einer abgelegenen Flussgemeinde auf, weit entfernt von der nächsten Stadt. Aufgrund einer Sprachstörung benötigte sie eine Therapie, die in ihrem Heimatort nicht möglich war. Bei El Huambrillo fand sie einen sicheren Platz, therapeutische Begleitung und liebevolle Betreuung. Daniela liebt Musik und Tanzen und fühlt sich in der Gemeinschaft der Mädchen sichtbar wohl.

Inmitten von Armut und Unsicherheit schenkt El Huambrillo Mädchen Schutz, Bildung und Hoffnung – und gibt ihnen eine echte Zukunftsperspektive.

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Porträt eines Mädchens, sie lächelt in die Kamera
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