Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit

Damit niemand im Freien schlafen muss

Als Caritas sehen wir heute, dass Obdachlosigkeit sehr viele Gesichter besitzen kann. Es sind nicht mehr nur die klassischen "Sandler", also wohnungslose, ältere Männer mit zerschlissener Kleidung und Rauschebart, sondern auch junge Menschen und Frauen, die von Wohnungslosigkeit betroffen sind.

Was es bedeutet, obdachlos zu sein

Obdachlos zu sein, bedeutet viel mehr als "nur" kein Dach über dem Kopf zu haben. Nicht nur Nässe, Kälte und Hunger gehen den Menschen auf der Straße unter die Haut, sondern vor allem auch Ablehnung und das Unverständnis vieler Mitmenschen. Obdachlosigkeit kostet Kraft und Obdachlosigkeit bedeutet Stress. Obdachlosigkeit macht krank und vor allem einsam.

So helfen wir wohnungslosen und obdachlosen Menschen

Wir betreiben in ganz Österreich 41 Obdachloseneinrichtungen und 12 Mutter-Kind-Häuser. Diese bieten 1.793 Schlafstellen und 252 Wohnplätze für Menschen, die nirgendwo anders unterkommen können. Außerdem werden 310 Startwohnungen zur Verfügung gestellt, in denen wohnungslose Menschen einen ersten Schritt in eine bessere Zukunft machen können. Zudem werden in 25 Einrichtungen die ambulante Beratung, Ausspeisung und medizinische Betreuung angeboten.

 

Einrichtungen der Caritas für wohnungslose Menschen

Kältetelefone und Hotlines

Kalte Temperaturen machen die Situation für obdachlose Menschen noch schwieriger. Wenn ihr Menschen seht, bei denen Sie nicht wissen, ob sie Hilfe brauchen:

  1. Ansprechen und fragen, ob sie Hilfe brauchen.
  2. In Notfällen unbedingt die Rettung rufen (Telefonnummer 144)
  3. Für konkrete Hilfe bitte eines unserer Kältetelefone oder eine unserer Einrichtungen kontaktieren:
  • Wien - Kältetelefon: 01/ 480 45 53 (0-24 Uhr) - ab 2. November
  • Eisenstadt - Kältetelefon: 0676/ 837 303 22 (8-22 Uhr) - 05. November 2018 bis 31. März 2019
  • Steiermark - Kältetelefon: 0676/ 880 15 111 (19-24 Uhr) - ab 1. Dezember
  • Kärnten - Kälte-Hotline: 0463/39 60 60 (20-6 Uhr), Tagesstätte Eggerheim: 0463/ 555 60 38 (8-18 Uhr) - ab 1. November 
  • Salzburg - Kältetelefon: 0676/ 848 210 651 (Mo-Fr 0-24 Uhr, Wochenende und feiertags 14-8 Uhr am Folgetag) - ab sofort erreichbar + Notschlafstelle im Haus Franziskus (18-8.30 Uhr), Bahnhofsozialdienst 0662/871 240 (9-17 Uhr). 
  • Tirol - Kältetelefon: 0512/21 447 (0-24 Uhr)
  • Vorarlberg - Caritas Center Feldkirch: 05522/ 200 1700 (8-12 und 13-16 Uhr). Notschlafstelle am Jahnplatz 4 in Feldkirch: 05522/ 200 1200 (16.30 - 8 Uhr). Caritas Café 05522/200 1570 Mo-Fr 8.30-14 Uhr, Sa 8.30-12 Uhr.

So können Sie obdachlosen und wohnungslosen Menschen helfen

Jetzt33,- spenden!

Nacht im Mutter-Kind-Haus

Schlafplatz für Mutter und Kind

Mit 33 Euro können wir eine Frau und ihr Kind eine Nacht lang in einer Notschlafstelle unterbringen und sie versorgen.

Eine Mutter hält ihr Kind im Arm.
Jetzt50,- spenden!

Schlafsack

Schlafsack und warme Mahlzeit

Mit 50 Euro können wir einen obdachlosen Menschen in Österreich mit einem winterfesten Schlafsack (bis -24 Grad) und einer warmen Mahlzeit versorgen.

Jetzt100,- spenden!

Notschlafstelle für eine Woche

Ein Dach über dem Kopf

Mit 100 Euro sichern Sie die Unterbringung und Versorgung eines obdachlosen Menschen in einer Notschlafstelle für eine Woche.

Mann mit Bart isst in der Gruft in Wien eine Suppe

Definition von Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit

Obdachlos ist nicht gleich obdachlos. Viele Menschen ohne eigene Wohnung kommen kurzfristig bei Freunden oder Verwandten unter. Viele werden bereits in Einrichtungen betreut und untergebracht. Deshalb sollten Sie zwischen obdachlos, wohnungslos, ungenügendem und ungesichertem Wohnen unterscheiden.

  • Obdachlos sind Menschen, die ohne Unterkunft leben oder keinen festen Wohnsitz haben.
  • Wohnungslos sind Menschen, die in Einrichtungen mit begrenzter Aufenthaltsdauer leben.
  • Ungesichteres Wohnen bedeutet, wenn jemand ohne Mietverhältnis temporär bei Freunden oder Bekannten unterkommt.
  • Ungenügendes Wohnen bedeutet, wenn jemand in einer notdürftigen und unkonventionellen Behausung lebt.

Diese Definitionen entstammen der Europäischen Typologie von Obdachlosigkeit, Wohnungslosigkeit und prekärer Wohnversorgung (ETHOS – European Typology on Homelessness and Housing Exclusion, veröffentlicht 2005).