Nothilfe für Menschen in der Ukraine-Krise

Die Menschen in der Ukraine leiden unter großer Armut, dazu kommen die Kämpfe im Osten des Landes. Besonders betroffen sind Kinder.

Die Ukraine befindet sich seit 2014 in einer schweren politischen Krise. Teile der Ostukraine sind bis heute Kriegsgebiet. Es ist ein großteils von der internationalen Gemeinschaft vergessener Konflikt mitten in Europa. 

Die Zivilbevölkerung in der Region ist weiterhin auf humanitäre Hilfe angewiesen: Der Konflikt hat zur Verarmung von Millionen von UkrainerInnen geführt und sie ihrer Grundrechte und Grundversorgung beraubt. Nach vier Jahren Konflikt in der Ukraine haben die Menschen noch immer mit Unsicherheit, Zerstörung, Traumata, Versorgungsengpässen und Arbeitslosigkeit zu kämpfen.

Sie brauchen Schutz, Zugang zu Wasser, Nahrung, Wärmeversorgung, Gesundheitsdiensten, Schulen und Märkten. Besonders in der 30 Kilometer breiten Pufferzone zwischen den Konfliktparteien leben die Menschen unter prekären Bedingungen. 

So hilft die Caritas in der Ukraine

Seit März 2014 hat die Caritas Österreich gemeinsam mit der Caritas Ukraine und anderen lokalen Partnerorganisationen mehr als 80.000 Personen mit Nothilfeprojekten für Binnenflüchtlinge und vom Konflikt betroffene Menschen geholfen.

Die Schwerpunkte der humanitären Hilfe

  • Verteilung von Nahrungsmitteln, Brennholz, Hygienebedarf und Medikamenten im Konfliktgebiet
  • Bargeldtransfers für Binnenflüchtlinge
  • Sanierung beschädigter Häuser und Wohnungen sowie Schulen und Krankenhäuser entlang der Kontaktlinie über Cash-for-Work-Teams
  • In sogenannten Childfriendly Spaces werden Kinder von Binnenflüchtlingen dabei unterstützt, ihre Traumata zu bewältigen und sich in die neue Wohn- und Lernumgebung zu integrieren. 

Die Ukraine gehört seit Mitte der 1990er Jahre zu den Schwerpunktländern der Auslandshilfe der Caritas Österreich. Wir unterstützen unter anderem Krisen- und Tageszentren für Kinder, Familienhäuser für Sozialwaisen und Familienhilfe, sowie Pflegeprojekte für armutsbetroffene ältere Menschen.

Insgesamt sind über fünf Millionen Menschen vom Konflikt betroffen, darunter 600.000 Kinder. Mehr als 10.000 Menschen wurden getötet. Rund drei Millionen Menschen mussten ihre Wohnorte verlassen, innerhalb des Landes sind 1,7 Millionen Menschen geflüchtet.

Viele der Vertriebenen sind arbeitslos und ihre finanziellen Mittel erschöpft. Die Zahl der Menschen, die in der Ostukraine von einer Nahrungsmittelunsicherheit bedroht sind, ist auf 1,2 Millionen gestiegen. Vor allem ältere Menschen, Kinder und AlleinerzieherInnen, innerhalb des Landes geflüchtete Personen und Menschen mit Behinderungen zählen zu den besonders gefährdeten Gruppen, die dringend Unterstützung von Hilfsorganisationen brauchen. Alleinstehende RentnerInnen müssen mit umgerechnet rund 50 Euro monatlich auskommen. Das reicht gerade für Strom, Wasser und Gas. Für Nahrungsmittel und Medikamente bleibt nichts mehr. Hilfe kommt von der Caritas Österreich.

Kinder und ältere Menschen sind besonders betroffen

Besonders schwer haben es die Menschen in den nicht-anerkannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie jene, die in den Kleinstädten und Dörfern entlang der Kontaktlinie leben. Die Kontaktlinie verläuft zwischen dem nicht von der Ukraine kontrollierten Gebiet und dem ukrainischen Territorium. Vor allem ältere Menschen, die diese Linie häufig queren müssen, um medizinische Versorgung in Anspruch nehmen zu können oder einzukaufen, leiden unter der Situation.

Der Konflikt in der Ukraine wirkt sich auch auf die betroffenen Kinder dramatisch aus. Laut UNICEF benötigt jedes vierte Kind in den nicht-regierungskontrollierten Gebieten psychosoziale Unterstützung, das sind 200.000 Kinder. Über 215.000 Kinder sind in andere Landesteile geflüchtet und brauchen Hilfe bei der Integration in ihr neues schulisches Umfeld.

Alleine in diesem Jahr werden wir knapp  30.000 Menschen in 50 Projekten in 9 verschiedenen Landesteilen unterstützen. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Unsere Hilfsprojekte in der Ukraine

Netzwerk Hauskrankenpflege - Ukraine

Alte und pflegebedürftige Menschen haben unter der schlechten medizinischen Versorgung in der Ukraine besonders zu leiden. Mit dem Netzwerk Hauskrankenpflege setzt die Caritas in der Ukraine ein Programm um, durch das alte und kranke Menschen umfassend betreut werden.

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Gesundheitsversorgung in der Pufferzone - Ukraine

Primäre Gesundheitsversorgung, Lebensmittel und psychosoziale Unterstützung in Dörfern und Städten in der Ostukraine, entlang der Kontaktlinie zwischen regierungs- und nichtregierungskontrolliertem Gebiet.

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Kinder- und Familienzentrum Charkiw - Ukraine

Dieses Projekt in der ostukrainischen Stadt Charkiw bietet jährlich bis zu 700 Kindern und Familien aus sozial prekären und wirtschaftlich benachteiligten Verhältnissen sowie Familien, die vor den Kampfhandlungen aus den Separatistengebieten nach Charkiw geflohen sind, Hilfe und Unterstützung bei der Bewältigung ihres Alltags.

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Mutter-Kind-Zentrum - Ukraine

Mutter-Kind-Zentrum in Kiew hilft Müttern und Kindern in Not.

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Ein Zufluchtsort für vergessene Kinder - Ukraine

Das Kinderdorf bietet ein neues Zuhause für Waisenkinder.

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Hoffnung für die Zukunft - Ukraine

Das Jobtraining-Center Kiew bietet Jugendlichen eine Ausbildung und somit eine Chance auf ein besseres Leben.

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