Jordanien
(zuletzt aktualisiert: 21.04.2026)
Bildung für Kinder in Krisenzeiten
Jordanien steht stark unter Druck. Es gibt Krieg, Wirtschaftskrise und weniger Tourismus. Die Lebenshaltungskosten steigen. Viele Menschen verlieren ihre Arbeit. Viele leben in Armut.Diese Krisen verschlimmern die Lage für Flüchtlinge und Einheimische. Internationale Hilfe wird gekürzt. Viele Familien müssen schwere Entscheidungen treffen. Sie wählen oft zwischen Essen, medizinischer Versorgung und Bildung.
Der Schulbesuch ist für viele Kinder schwierig. Gebühren, lange Wege und komplizierte Anmeldungen halten sie davon ab. Insgesamt besuchen 78 % der schulpflichtigen Kinder eine Schule. Trotzdem bleiben viele Kinder ausgeschlossen. Rund 40 % der syrischen Flüchtlingskinder nehmen nicht am formalen Schulsystem teil. In Städten sind es 46 %, in Flüchtlingslagern 15 %. Überfüllte Klassen und zunehmende Gewalt verschlechtern die Situation zusätzlich. Kinder mit Behinderungen sind besonders gefährdet. Viele Kinder leiden außerdem unter Stress durch Flucht und Angst. Das beeinträchtigt ihre gesunde Entwicklung.
So hilft die Caritas
Das RIYAD-Projekt (Raising inclusive, young and diverse learners) unterstützt schutzbedürftige Kinder in Jordanien. Diese Kinder sind von wirtschaftlichen und humanitären Krisen betroffen.
Das Projekt hilft den Kindern beim Zugang zu guter Bildung. Die Kinder holen verpasste Lerninhalte nach. Sie kehren sicher in die Schule zurück.
Die Kinder erhalten auch psychosoziale Unterstützung. Diese Hilfe unterstützt sie bei Folgen von Krieg und Vertreibung.
Lehrpersonen bekommen gezielte Fortbildungen. So können sie Inhalte kindgerecht vermitteln. Sie achten dabei auf besondere Bedürfnisse der Kinder.
Eltern und Erziehungsberechtigte werden einbezogen. Es gibt spezielle Angebote für sie.
Die Partnerschule verbessert ihre Infrastruktur. Das hilft allen Schülerinnen und Schülern.
Wichtige Fakten zur Lage in Jordanien
- In Jordanien leben über 427.000 registrierte Flüchtlinge. Davon sind etwa 404.000 Menschen aus Syrien.
- 10,7 % der geflüchteten Menschen leben in Camps.
- Seit Dezember 2024 sind 170.000 Syrer*innen nach Syrien zurückgekehrt.
- Ca. 40 % der syrischen Kinder besuchen keine Schule; 79 % der Kinder mit Behinderungen besuchen keine Schule.
Kinderschutz
Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Missbrauch, Gewalt, Ausbeutung und Vernachlässigung hat in unserer Arbeit oberste Priorität. Mithilfe von Child Safeguarding, dem institutionellen Kinderschutz, gewährleisten wir, dass Kinder innerhalb unserer eigenen Organisation geschützt und in Sicherheit sind.