In der rumänischen Gemeinde Periam/Perjamosch leben rund 5.000 Menschen – viele von ihnen unter extrem schwierigen Bedingungen. Etwa ein Drittel davon gehört der Roma-Minderheit an, die besonders stark von Armut und Ausgrenzung betroffen ist. Zahlreiche Familien wohnen in Häusern ohne Strom oder Wasser, oft fehlen grundlegende Dokumente wie Geburtsurkunden oder Personalausweise.
In Rumänien schafft jedes zweite Roma-Kind keinen Volksschulabschluss – ein alarmierender Wert, der die tiefe soziale Benachteiligung zeigt. Auch in Periam spiegeln sich diese Herausforderungen wider: Armut und mangelnde Unterstützung beim Lernen machen Bildung für viele Kinder zu einem unerreichbaren Ziel. Zahlreiche Erwachsene wurden als Kinder schulisch nicht gefördert, können nicht ausreichend schreiben oder lesen und können ihren Kindern daher auch nicht bei den Hausaufgaben helfen.
Ein geschützter Raum für Kinder
Um diesen Kreislauf zu durchbrechen, betreibt die Caritas Timişoara/Temeswar seit 2008 eine Kindertagesstätte in Periam. Hier finden rund 45 Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren ein zweites Zuhause.
Der Schulbesuch ist eine Bedingung für die Aufnahme in die Tagesstätte. Die Kinder werden beim Lernen und den Hausaufgaben unterstützt, was zur Verbesserung ihrer Schulleistungen führt. Dadurch können sie dem Unterricht in der Schule besser folgen und erhöhen so ihre Chancen auf einen positiven Schulabschluss. Verschiedene Freizeitaktivitäten fördern zusätzlich die sozialen Kompetenzen und stärken den Selbstwert.
Das Mittagessen wird täglich frisch von der Köchin der Tagesstätte zubereitet. Nach dem Schulunterricht essen die Kinder gemeinsam zu Mittag – für viele die einzige warme Mahlzeit des Tages. Bevor sie nachhause gehen, gibt es noch eine kleine Jause. So haben die Kinder die Energie, die sie brauchen, um konzentriert zu lernen und ihre Hausaufgaben zu bewältigen.
Zusätzlich stehen Sozialarbeiter*innen und Psycholog*innen den Kindern und ihren Familien zur Seite. Sie unterstützen die Kinder, die meist in schwierigen Verhältnissen leben, Diskriminierung erfahren, unter mangelndem Selbstbewusstsein leiden oder Vernachlässigung und Misshandlung erlebt haben. Ein wichtiger Teil dieser Tätigkeit ist auch die Arbeit mit den Eltern.
Bildung als Schlüssel aus der Armut
Die Tagesstätte ist mehr als ein Lernort – sie ist eine Brücke in die Zukunft. Kinder wie Alex und Aida, die nach dem Verlust ihrer Mutter täglich hierherkommen, erfahren nicht nur Hilfe beim Lernen, sondern auch Trost und Gemeinschaft. Ohne diese Unterstützung hätten viele Kinder kaum eine Chance auf einen Schulabschluss – und damit auf ein Leben in Würde.
Ihre Hilfe macht den Unterschied
Damit die Kindertagesstätte weiterhin Hoffnung schenken kann, braucht es Unterstützung. Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie Bildung, warme Mahlzeiten und ein Stück Kindheit für Kinder, die sonst kaum Chancen hätten.