Ein Klassenraum mit gelben Wänden, in dem viele Kinder in blauen Schuluniformen sind. Im Fokus ist ein kleiner Junge, der einen Stift in der Hand hält und lächelt.

Schule für geflüchtete Kinder im Südsudan © Elisabeth Sellmeier

Bildung und Zukunftsperspektiven: Grundschule in Gumbo


In Gumbo wurde eine Grundschule für über 2.200 Kinder aus der lokalen Gemeinde und dem nahegelegenen Flüchtlingscamp errichtet. Neben Unterricht erhalten die Kinder täglich eine warme Mahlzeit. 

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Mädchen: Durch Sensibilisierung der Eltern, spezielle Unterstützungsprogramme und sogenannte „girls kits“ mit Hygieneartikeln wird ihnen der Schulbesuch erleichtert. Dank Solarpanels können Schülerinnen auch abends lernen.

Die Schule setzt außerdem auf nachhaltige Landwirtschaft. Auf einer Demonstrationsfarm lernen die Schüler*innen ökologische Anbaumethoden, die langfristig die Selbstversorgung der Gemeinschaft stärken. Für Kinder unter sechs Jahren entsteht zudem ein „child-friendly space“ mit kreativen und sportlichen Angeboten.

Seit dem Bürgerkrieg im Südsudan 2013 haben viele Menschen Schutz in Gumbo gefunden. Heute leben dort rund 9.700 Menschen, vor allem Frauen und Kinder. Gemeinsam mit den Salesianern unterstützt Caritas die Familien mit landwirtschaftlichen Schulungen, Saatgut und Werkzeugen, um neue Perspektiven und mehr Selbstständigkeit zu schaffen.

Angesichts von Vertreibung und Mangelernährung im Südsudan leisten Projekte wie die Schule in Gumbo einen wichtigen Beitrag für Bildung, Ernährungssicherheit und eine bessere Zukunft.