Eine Mutter hält ihr Kind im Arm. Ein Schriftzug über dem Bild besagt "Hilfe ist größer als Armut".

Armut in Österreich

Jeder 7. Mensch in Österreich ist armutsgefährdet oder arm. Ein kleiner Beitrag von Ihnen macht einen großen Unterschied für Familien in Not.

Armut ist oft erst auf den zweiten Blick sichtbar. Meist spielen sich Existenzsorgen und Nöte hinter verschlossenen Türen ab. Was bedeutet Armut in Österreich? Wer ist betroffen? Und wie hilft die Caritas?

  • 434.000 Menschen

    in Österreich gelten als „manifest arm“

  • 208.000 Menschen

    in Österreich können ihre Wohnung nicht angemessen warm halten.

  • 15.000 Menschen

    sind in unserem Land als wohnungslos registriert.

Wer ist von Armut betroffen?

Insgesamt sind 1,2 Millionen Menschen in Österreich von Armut betroffen oder armutsgefährdet – das ist jeder Siebte! Männer, Frauen und erschreckend oft auch Kinder, für die ein leerer Kühlschrank häufig Realität ist. Diese Menschen sind am häufigsten und stärksten von Armut betroffen:

  • Kinder und Jugendliche aus Ein-Eltern-Haushalten
  • Familien mit drei und mehr Kindern
  • Alleinerziehende Mütter und Väter
  • Menschen mit Migrationshintergrund
Michael Landau im Marienstüberl

Video aus der Grazer Caritas-Einrichtung

Bei seinem Besuch im Marienstüberl in Graz ruft Caritas Präsident Michael Landau zu Spenden für Menschen in Not in Österreich auf.

Was Armut für die Menschen bedeutet

Wer von Armut betroffen ist, verliert seine Freunde und zieht sich langsam aus der Gesellschaft zurück. Das Eingeständnis, kein Geld für einen Kaffeehausbesuch, einen Ausflug oder die Kinokarte zu haben, fällt auf die Dauer schwer. Die existentielle Unsicherheit, der tägliche Kampf ums Durchkommen bedeutet große Belastung.

Trotzdem finden armutsbetroffene Menschen immer wieder die Kraft, weiterzumachen. Sie sind stolz darauf, die Wohnung halbwegs lebenswert halten zu können, den Kindern wenigstens ab und zu mit deren Lieblingsspeisen eine Freude machen zu können oder einfach darauf, nicht aufgegeben zu haben. 

Das Marienstüberl in Graz

Einrichtung für wohnungslose, obdachlose und armutsbetroffene Menschen

In dieser Videoreportage erzählen die Leiterin des Marienstüberl, Schwester Elisabeth Gruber, Herr Alois, Besucher des Marienstüberl und viele Freiwillige über ihre Erfahrungen in dieser typischen "Suppenküche".

So hilft die Caritas armutsbetroffenen Menschen in Österreich

Die Caritas ist für armutsbetroffene und obdachlose Menschen oft die letzte Anlaufstelle, wenn es alleine nicht mehr geht. Sie wissen, dass sie bei der Caritas Unterstützung bei ihrem täglichen Kampf um ein gutes Leben finden. Mit kompetenter Beratung kann viel erreicht werden. Manchmal braucht es etwa nur ein wenig zusätzliche Unterstützung bei der Jobsuche. In diesen Einrichtungen hilft die Caritas im Detail armutsbetroffenen Menschen in Österreich:

  • 41 Einrichtungen für Wohnungslose und Obdachlose mit 1.793 Schlaf-/Wohnplätzen
  • 25 Einrichtungen für ambulante Beratung, Ausspeisung und medizinische Betreuung
  • 12 Mutter-Kind-Häuser mit 252 Wohnplätzen
  • 36 Sozialberatungsstellen geben notleidenden Menschen in Österreich Rat und Unterstützung. 65.457 Menschen wurden hier im Jahr 2017 betreut. 
  • 103 Beschäftigungsprojekte bieten insgesamt 1.253 Arbeitsplätze für langzeitarbeitslose Menschen.

So können Sie armutsbetroffenen Menschen in Österreich helfen

Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass Menschen in unserer Nachbarschaft kein Auskommen finden. Wir dürfen auf die Schwächsten in unserer Gesellschaft nicht vergessen. Möglich ist unsere Hilfe nur dank der Unterstützung von Spenderinnen und Spendern, die den Betrieb unserer Einrichtungen sicherstellt.

Jetzt20,- spenden!

Babypaket

Ein Babypaket

Mit 20 Euro schenken Sie einer armutsbetroffenen Jungfamilie die Erstausstattung für ihr Baby, mit Babynahrung, Windeln und Kleidung.

Ein Baby liegt auf einer Decke, daneben Windeln, Hygieneartikel und Kleidung.
Jetzt30,- spenden!

Heizkostenzuschuss für eine Familie

Einmal Heizen

Mit 30 Euro ermöglichen Sie einen Heizkostenzuschuss und eine Energieberatung für eine Familie, die sich das Heizen nicht mehr leisten kann.

Kinder in einer Wohnung
Jetzt100,- spenden!

Notschlafstelle für eine Woche

Ein Dach über dem Kopf

Mit 100 Euro sichern Sie die Unterbringung und Versorgung eines obdachlosen Menschen in einer Notschlafstelle für eine Woche.

Mann mit Bart isst in der Gruft in Wien eine Suppe

Was ist Armut eigentlich? – Definition von Armut

Es gibt – auf rein statistischer Basis – eine europaweit vergleichbare Armutsgrenze: Wer weniger als 60 Prozent des Median-Einkommens hat, gilt als armutsgefährdet. Bei diesem Median-Einkommen liegt genau die eine Hälfte der Bevölkerung darüber, die andere darunter.

Armutsgefährdung und Armutsgrenze in Österreich

Als armutsgefährdet in Österreich gilt somit derzeit, wer weniger als 1238 Euro monatlich (zwölf Mal im Jahr) zur Verfügung hat – wobei hier alle Sozial-, Familien-, Pflege- Wohn-, Arbeitslosen- aber auch Pflegegeldleistungen inkludiert sind, ebenso wie regelmäßige Privattransfers.

1,2 Millionen Menschen in Österreich sind armutsgefährdet. Das heißt, diese Menschen können sich zwar die notwendigsten Dinge noch leisten, müssen aber bereits jeden Euro zweimal umdrehen und können unvorhergesehene Ausgaben (wie zum Beispiel die Reparatur eines kaputten Boilers) kaum stemmen.

Manifeste Armut

434.000 Menschen in Österreich gelten als manifest arm. Sie haben Probleme ihre Miete zeitgerecht zu zahlen und ihre Wohnung warm zu halten. Sie können keine unerwarteten Ausgaben tätigen oder Urlaub machen.

Logo der Erste Bank und Sparkassen

Für die Unterstützung unserer Kampagne für Menschen in Not in Österreich danken wir Erste Bank und Sparkassen sehr herzlich!