Armut in Österreich
Die Caritas hilft Menschen in Not. © Norbert Kniat / Hintergrund teilweise mit KI erstellt
Armut beginnt oft mit der Angst vor der nächsten Rechnung.
Der Mann wühlt im Mülleimer vor dem Supermarkt. Die Frau beugt sich tief in die gelbe Tonne. Sie suchen nach Pfandflaschen. Weil für sie jeder Cent zählt. Bilder wie diese kennen wir. Sie sind allgegenwärtig. Es sind Bilder der Armut. Doch die Armut beginnt nicht hier. Sie beginnt nicht auf der Straße.
Sie beginnt oft mit der Frage, ob sich die Miete auch im nächsten Monat noch ausgehen wird. Mit dem Verzicht auf die Heizung, damit das Geld fürs Essen reicht. Diese Sorgen belasten viele Menschen in Österreich. Zu viele. Die Caritas hilft.
Ungewisse Aussicht: Winter ohne Wärme
Die enorm gestiegenen Energiepreise lassen zusätzlich die Heizkosten explodieren. In Österreich kann jeder achte Haushalt die Energiekosten kaum noch bezahlen oder muss seinen Energieverbrauch stark einschränken. Also zum Beispiel die Heizung zurückdrehen. Bei Minusgraden.
Wohnen darf kein Luxus sein. Weil Wohnen mehr ist als ein Dach über dem Kopf. Wohnen bedeutet Sicherheit, Wärme und Schutz - Grundbedürfnisse, die jedem Menschen zustehen. Dafür setzen wir uns ein!
So hilft die Caritas
Als Caritas wissen wir: Hilfe wirkt! Hilfe wirkt am besten, wenn sie früh kommt und leicht zugänglich ist. So kann sie zum Beispiel verhindern, dass Menschen ihre Wohnung verlieren und in eine schwere Krise geraten. Denn ist der Strom einmal abgedreht oder die Wohnung verloren, ist der Weg zurück oft lange und schwierig.
In 68 Sozialberatungsstellen österreichweit unterstützen wir bei der Existenzsicherung und beraten in schwierigen Situationen. Auch online helfen wir Menschen in sozialen und finanziellen Notlagen über die Online Sozialberatung www.caritas.at/online-sozialberatung. Der Caritas Wegweiser hilft, die richtige Anlaufstelle österreichweit zu finden: www.caritas-wegweiser.at
In 46 Familienberatungsstellen sowie in unseren 12 Mutter-Kind-Häusern bieten wir Schutz, Beratung und eine sichere Unterkunft für Mütter und ihre Kinder.
In 75 Lerncafés unterstützen wir über 2.400 Kinder und Jugendliche mit kostenloser Lernhilfe.
In 79 Einrichtungen für obdachlose Menschen, davon 21 Notschlafstellen, bieten wir sichere Unterkünfte und umfassende Unterstützung.
In unseren Lebensmittelausgabestellen und Sozialmärkten geben wir Grundnahrungsmittel gratis oder zu geringen Preisen aus.
Um Armut und soziale Ungleichheiten vorzubeugen und nachhaltig zu bekämpfen, braucht es Strukturen, die halten, wenn Krisen kommen. Es braucht ein starkes soziales Netz, das in der Not auffängt – insbesondere in Zeiten von hohen Miet- und Energiekosten, hoher Inflation und einer anhaltend angespannten Arbeitsmarktlage. Und diese Leistungen müssen dauerhaft abgesichert werden. Dafür setzen wir uns aktiv in der politischen Debatte ein und fordern unter anderem:
- einen armutsfesten Sozialstaat und Stopp des Kürzens bei jenen, die schon jetzt kaum über die Runden kommen.
- eine Reform der Sozialhilfe hin zu einer bundesweit einheitlichen und armutsfesten Sicherung mit Mindestsätzen sowie eine Kindergrundsicherung
- die Schaffung von leistbarem, angemessenen Wohnraum und eine ausreichende Unterstützung bei Wohn- und Energiekosten.
Dafür setzen wir uns ein. Stets im Dialog und mit ausgestreckter Hand, um gemeinsam Lösungen zu finden. Denn Armut zu bekämpfen, ist keine Frage von Almosen, sondern eine Investition in unsere gemeinsame Zukunft.
Jede Spende verändert Leben
- 30 Euro ermöglichen einem Menschen ohne Obdach eine Nacht im Warmen in unseren Notschlafstellen.
- Mit 50 Euro schenken Sie einen Schlafsack, spenden Wärme in kalten Nächten auf der Straße und unterstützen Wohnungslosenprojekte.
- Mit 60 Euro schenken Sie einem Kind im Lerncafé eine Schultasche und damit eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Schulalltag.
- Mit 150 Euro unterstützen Sie Familien bei schweren Schicksalsschlägen. Wenn plötzlich das Einkommen wegfällt oder Krankheit finanziell belastet.
Egal, wie groß oder klein Ihr Beitrag ist. Jeder Euro macht einen Unterschied!
Monatlich helfen
Wenn das Geld für Miete und Heizung nicht reicht, zählt für Menschen in Not jede Unterstützung. Jetzt langfristig helfen mit einer monatlichen Spende!