Krieg, Vertreibung und wiederkehrende Krisen haben in der südsudanesischen Region Western Equatoria tiefe Spuren hinterlassen. Viele Menschen haben ihre Heimat und Felder verloren, kämpfen mit extremer Armut und leiden unter den seelischen Folgen von Gewalt und Unsicherheit.
Hier setzt das Programm SOIL (South Sudanese Organisations for Improved Livelihoods) an: Gemeinsam mit drei lokalen Partnerorganisationen unterstützt die Caritas die betroffene Bevölkerung dabei, ihre Ernährung zu sichern, neue Einkommen aufzubauen und psychische Stabilität zu gewinnen.
Die Kernbereiche des Programms:
- Ernährung sichern und Einkommen ermöglichen: Familien erhalten Saatgut, Werkzeuge und landwirtschaftliche Schulungen, um wieder mehr Lebensmittel selbst zu produzieren. Auch die Kleintierhaltung (z. B. Geflügel) wird gefördert. Zudem lernen Bäuer*innen, ihre Produkte weiterzuverarbeiten und besser zu vermarkten, um langfristige Einkommensquellen aufzubauen.
- Gesundheit und Ernährung in den Gemeinden fördern: SOIL verbindet Landwirtschaft mit Gesundheitsarbeit. Ausgebildete lokale Kräfte informieren in Schulen und Gemeinden über ausgewogene Ernährung, Hygiene und Krankheitsvorbeugung. Ein besonderer Fokus liegt auf Kindern: Im St. Bakhita Waisenhaus in Nzara sichert das Projekt die Versorgung von 200 mangelernährten Kindern.
- Seelische Wunden ernst nehmen: Neben materieller Not prägen Traumata den Alltag vieler Menschen. Psychosoziale Begleitung bietet Betroffenen den Raum, Erlebtes zu verarbeiten. In Yambio entsteht zudem ein Beratungszentrum, um langfristige Unterstützung zu garantieren.
- Lokale Organisationen stärken: Für eine nachhaltige Entwicklung unterstützt die Caritas die südsudanesischen Partnerorganisationen durch Koordination, fachlichen Austausch und Capacity Building. So werden die Strukturen vor Ort so gestärkt, dass sie die Entwicklungsarbeit auch nach Projektende eigenständig fortsetzen können.
Durch die Verknüpfung dieser Maßnahmen verbessert SOIL die Lebensgrundlagen in Western Equatoria nachhaltig, schenkt Menschen neue Perspektiven und stärkt die Widerstandskraft der gesamten Region.