Der WirkRaum in Dornbirn wird zur begehbaren Kugelbahn: Das Welthaus Vorarlberg präsentiert ab 25. September mit „weltbewegt“ eine interaktive Ausstellung zum Thema Entwicklung und globales Zusammenleben. Besucher*innen können dabei nachvollziehen, wie sich der Blick von klassischer Entwicklungshilfe hin zur heutigen Entwicklungszusammenarbeit verändert hat und welche Fragen rund um ein „gutes Leben“ weltweit im Zentrum stehen.
Was bedeutet „Entwicklung“? Wer bestimmt eigentlich, wohin sie führt? Wer entwickelt sich – und in welche Richtung? Was können wir voneinander lernen? Und wie kann ein gutes Leben für alle Menschen auf dieser einen Welt gelingen? Mit diesen zentralen Fragen lädt die Ausstellung „weltbewegt“ zur Auseinandersetzung mit einem Thema ein, das uns alle betrifft: das Zusammenleben in einer global vernetzten Welt.
Ausgangspunkt ist eine zutiefst menschliche Haltung: der Wunsch, anderen zu helfen. Ob in der Nachbarschaft, bei der Feuerwehr oder im Gesundheitswesen – gegenseitige Unterstützung bildet das Fundament einer funktionierenden Gesellschaft. Mit der fortschreitenden Globalisierung wurde auch das Bewusstsein für Ungleichheit und Not in anderen Teilen der Welt größer. Daraus entstand die Idee der „Entwicklungshilfe“, die lange Zeit von der Vorstellung geprägt war, dass wohlhabendere Länder anderen „zur Entwicklung verhelfen“ müssten. Dieses Verständnis hat sich im Laufe der Jahrzehnte verändert: von einer einseitigen Hilfeleistung hin zur heutigen Entwicklungszusammenarbeit, die auf Partnerschaft, Austausch und gemeinsames Lernen setzt.
Viele Wege führen zum „guten Leben“
Die sieben Mitgliedsorganisationen des Welthaus Vorarlberg greifen diese Entwicklungen in einer Ausstellung auf und reflektieren ihre eigene Geschichte: von ersten Projekten über kritische Lernprozesse bis hin zu einem modernen Verständnis globaler Verantwortung. Sie macht deutlich, dass es nicht nur einen Weg zu einem „guten Leben“ gibt – sondern viele Perspektiven, Erfahrungen und kulturelle Vorstellungen, die berücksichtigt werden müssen.
Ein besonderes Highlight der Ausstellung ist ihre interaktive Gestaltung: Als große Kugelbahn konzipiert, lädt „weltbewegt“ Besucher*innen dazu ein, Zusammenhänge spielerisch zu entdecken und eigene Perspektiven einzubringen.
Infos:
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